Betriebliche Gesundheitsförderung
Betriebliche Gesundheitsförderung
Körperliche Gesundheit, seelisches Wohlbefinden und Krankheitsvorbeugung am Arbeitsplatz sind wesentliche Faktoren für die Leistungsbereitschaft und Motivation von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das Konzept der "Betrieblichen Gesundheitsförderung" möchte mit dem Handlungsansatz der Achtung und des Schutzes der Gesundheit menschenwürdige und menschengerechte Arbeitsplätze schaffen.
Lebensqualität für den Einzelnen, Effizienz für das Unternehmen
Im Juli 2008 hat das Bundesministerium für Finanzen die „Charta für betriebliche Gesundheitsförderung“ des Netzwerks für Betriebliche Gesundheitsförderung verabschiedet, denn betriebliche Gesundheitsförderung nützt dreifach:
- mehr Lebensqualität am Arbeitsplatz für den Einzelnen,
- dem Unternehmen durch gesunde und motivierte Mitarbeiter,
- eine Kostenersparnis für das Sozialsystem durch weniger Fehlzeiten.
Die Unterzeichnung dieser Charta gilt als Absichtserklärung, sich den Grundsätzen der Betrieblichen Gesundheitsförderung zu verschreiben und die Unternehmenspolitik an diesen Prinzipien zu orientieren. Die Kernpunkte bilden die Qualitätskriterien für Betriebliche Gesundheitsvorsorge der Luxemburger Deklaration von 1997 und beinhalten:
- Partizipation: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden als Experten für die eigene Gesundheit aktiv miteinbezogen, zum Beispiel in Funktionen wie Gesundheitsmoderatoren, in Gesundheitszirkeln uä.
- Integration: Die betriebliche Gesundheitsförderung wird bei allen wichtigen Entscheidungen und in allen Unternehmensbereichen berücksichtigt.
- Ganzheitlichkeit: Ein ausgewogenes Verhältnis von verhaltens- (=Lebensweise) und verhältnisorientierten (=Arbeitsbedingungen, betriebliche Rahmenbedingungen) Maßnahmen wird angestrebt.
- Projektmanagement: Maßnahmen und Programme werden systematisch durchgeführt, inklusive Bedarfserhebung, Prioritätensetzung, Planung, Durchführung und Evaluierung.
- Nachhaltigkeit: Das Projekt geht in die alltägliche Struktur über.
Gütesiegel für Betriebliche Gesundheitsförderung geht ans BMF
Anfang März wurde durch die Wiener Gebietskrankenkasse erneut das Gütesiegel für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) verliehen. In der Reihe der ausgezeichneten Unternehmen: das Bundesministerium für Finanzen! Übergeben wurde die Auszeichnung von Gesundheitsminister Alois Stöger an das Team rund um Gesundheitskoordinatorin Sabina Thomassovits.
Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) umfasst alle gemeinsamen Maßnahmen von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Gesellschaft zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz. BGF nimmt Arbeitsbelastungen jeglicher Art unter die Lupe und versucht, diese in Zusammenarbeit mit den Beschäftigten zu reduzieren.
Link: Gütesiegel für betriebliche Gesundheitsförderung als pdf
Verleihungsurkunde als pdf
Gesundheitsfördernde Maßnahmen im BMF
Das Bundesministerium für Finanzen implementierte im Bereich der Betrieblichen Gesundheitsförderung bereits zahlreiche Aktivitäten. Unter anderem finden seit dem Jahr 2000 - dem Beginn der betrieblichen Gesundheitsförderung im Finanzministerium – jährlich Gesundheitsaktivtage statt. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird an zwei Tagen die Möglichkeit der Teilnahme an 4-5 verschiedenen, innovativen Angeboten geboten. So können beispielsweise Rückentraining, Impfpasschecks, Lungenfunktionsprüfung oder auch Office Yoga und Augentraining genutzt werden.
Neben einem Raucherentwöhnungsprogramm in Zusammenarbeit mit der Arbeitspsychologin des BMF und einer Diätologin finden auch fachärztliche Aktionstage statt. Die Betriebliche Gesundheitsförderung verschreibt sich wechselnden Schwerpunkten. So stand das Jahr 2008 etwa unter dem Motto der „Herz-Kreislauf-Prävention“. Regelmäßige Bewegungsworkshops sind ebenfalls bereits Teil der Unternehmenskultur und finden großen Zuspruch.
In der betriebsärztlichen Ordination steht nicht nur der ganzheitliche therapeutische Ansatz, sondern auch besonders der Präventionsgedanke im Mittelpunkt.
Physische, psychische und soziale Gesundheit werden im Bundesministerium für Finanzen als untrennbare Einheit gesehen. Der Anspruch, mittels entsprechender Angebote alle Bereiche abzudecken, geht allen Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung voran.