Gender Mainstreaming

Gender Mainstreaming (GM) als neue Handlungsstrategie in der Gleichstellungspolitik will eine geschlechterbezogene Sichtweise in alle politischen Konzepte auf allen Ebenen mit dem Ziel einbringen, dass die Chancengleichheit von Frauen und Männern in allen Politikbereichen und bei allen politischen Maßnahmen berücksichtigt wird.

Im Bundesministerium für Finanzen befasst sich seit 2001 eine Arbeitsgruppe GM mit Möglichkeiten zur Umsetzung dieser Strategie im eigenen Kompetenzbereich.

Für das Projekt "Steuerreform, Vergleich der Lohn- und Einkommensbesteuerung bei Männern und Frauen" wurde 2002 die Studie mit dem Titel "Ist das österreichische Steuersystem tatsächlich 'geschlechtsneutral'?" erarbeitet. In der 2006 erstellten Studie "Ist die Einkommensbesteuerung geschlechtsneutral" konnte anhand der jüngsten verfügbaren Statistiken dargestellt werden, inwieweit die Besteuerung, die ja prinzipiell geschlechtsneutral formuliert ist, die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen abmildert oder verschärft.

Das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung hat im Auftrag des BMF 2006 eine Studie erstellt, die Grundlagen für die Umsetzung von Gender Budgeting (die Anwendung von Gender Mainstreaming im Budgetierungsprozess) im BMF liefert. Im Rahmen der Studie wurden spezielle Leitfäden mit handlungsrelevanten Vorgaben für die Verwaltung für die Bereiche Steuern, Ausgaben und Personal erarbeitet und für einige Bereiche Checklisten erstellt, die Fragen bzw. Prüfkriterien und –indikatoren enthalten, die einer Gender-Prüfung zugrundegelegt werden können.

 

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