Forum Finanz: Frauen Steuern Männer - Gender Aspekte von Steuern

Gem. Art. 13 Abs. 3 B-VG haben Bund, Länder und Gemeinden ab 2009 bei der Haushaltsführung die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern anzustreben („Gender Budgeting“). Ab 2013 ist mit der Wirkungsorientierung auch das Ziel der tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern in den Bundesvoranschlag zu integrieren.

Dieses Erfordernis betrifft nicht nur die Ausgabenseite des öffentlichen Haushaltes, sondern auch die öffentlichen Einnahmen. Steuern sind die wichtigste Einnahmequelle des Staates. Die Steuergesetzgebung ist grundsätzlich geschlechtsneutral formuliert, jedoch gehen von ihr – gewollt oder ungewollt – geschlechtsspezifische Wirkungen aus. Dabei kommt der Einkommensbesteuerung nicht nur als Einnahmequelle besondere Bedeutung zu.

Zur Abmilderung der nach wie vor bestehenden Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen leisten Korrekturen im Wege der öffentlichen Haushalte eine subsidiäre Rolle. Mit Verteilungsanalysen und Analysen der Verhaltenswirkungen können gender-relevante Effekte steuerlicher Maßnahmen geprüft werden, wie Anreize bezüglich des individuellen Arbeitsangebotes oder der Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit zwischen den Geschlechtern. Bereits 2006 hat das WIFO dem BMF mit der Studie „Gender Prüfung im Finanzressort“ Grundlagen für die Umsetzung von Gender Budgeting geliefert. In der Steuerreform 2009 werden Gender Aspekte berücksichtigt. In zwei Veranstaltungen soll über den Gender-Aspekt bei Steuern informiert und diskutiert werden:

Die Veranstaltung am 9. Februar 2009 befasst sich mit Möglichkeiten und Analysen zu Gender-Prüfungen im Steuerbereich, dem Gender-Aspekt im deutschen Einkommensteuerrecht und dem Gender-Aspekt in der Steuerreform 2009.

Eine weitere Veranstaltung zu Beschäftigung und Familie wird arbeitsrechtliche und arbeitsmarktpolitische Schwerpunkte setzen, wie Rahmenbedingungen auch für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, und darauf eingehen, wie lohn- und einkommen-steuerrechtliche Maßnahmen die Beschäftigungspolitik, die Berufstätigkeit von Frauen und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützen können.

Hinweis:  Im Rahmen der Veranstaltung werden Foto- und Videoaufnahmen für interne Medien der Finanzverwaltung angefertigt.

Das Bundesministerium für Finanzen, Abt. I/21 – Personalentwicklung und Mitarbeiterkommunikation im Zusammenwirken mit den Sektionen IV und VI und dem Institut für Finanzwissenschaft und Steuerrecht lädt am


zu der Veranstaltung Frauen Steuern Männer – Gender Aspekte von Steuern ein.

 Moderation:

Sektionschef Dr.Wolfgang Nolz

 

Leiter der Sektion Zölle, internationale sowie organisatorische Steuerangelegenheiten im Bundesmnisterium für Finanzen

 

 

 Vortragende:

Dr. Margit Schratzenstaller

 

Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung, Gender-Prüfungen im Steuerbereich – Möglichkeiten und Analysen

 

 

 

Univ.-Prof. Dr. Gisela Färber

 

Professorin für wirtschaftliche Staatswissenschaften, insbesondere Allgemeine Volkswirtschaftslehre und Finanzwissenschaft an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer

 

 

 

Elfriede Fritz

 

Director for Trade Policy Instruments, Gender Mainstreaming Coordinator, Federal Ministry of Finance

 

 

 

Mag. Bernadette Gierlinger

 

Leiterin der Gruppe Steuerpolitik im Bundesministerium für Finanzen

Um Anmeldung mit E-Mail an helga.diem@bmf.gv.at wird gebeten. Für eventuelle Rückfragen bitte Tel.: 01/51433/501371 - Frau Diem kontaktieren.

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