Forum Finanz: IPSAS im Lichte der österreichischen Haushaltsmodernisierung - Anwendung bei Ländern und Gemeinden

Die Rechnungslegung der öffentlichen Verwaltung in Österreich befindet sich im Umbruch. Der Bund hat mit seinem 2009 beschlossenen Bundeshaushaltsgesetz 2013 ein Rechnungssystem etabliert, das sich an den Grundsätzen der International Public Accounting Standards (IPSAS) orientiert. Auch auf Ebene der Länder und Gemeinden wird über eine Harmonisierung und Umstellung der Rechenwerke diskutiert.

Von 28. Juni 2010 bis 1. Juli 2010 tagt das IPSAS-Board erstmals in Wien. Aus Anlass dieser Tagung stellen die Mitglieder des IPSAS-Boards und Vertreter/innen aus der österreichischen Wissenschaft aktuelle Entwicklungen sowie den Nutzen einer auf Accrual Accounting basierenden Rechnungslegung, insbesondere auch in Zeiten verstärkter Budgetkonsolidierungsaktivitäten, vor. Ein Schwerpunkt dieser Veranstaltung liegt dabei in der Anwendung der IPSAS durch Länder und Kommunalverwaltung.

Was sind IPSAS und das IPSASB?

Die International Public Sector Accounting Standards (IPSAS) sind ein internationaler Rechnungslegungsstandard für die öffentliche Verwaltung. Die IPSAS regeln die Erfassung, Bewertung, Darstellung und Angabepflichten in Bezug auf Geschäftsfälle und Ereignisse in den Rechnungsabschlüssen der öffentlichen Verwaltungen.

Diese Standards erfreuen sich zunehmender internationaler Verbreitung. IPSAS werden heute in vielen Ländern Europas (u.a. Frankreich und Schweiz), Asien, Afrika und Lateinamerika sowie in zahlreichen internationalen Organisationen (OECD, NATO, seit 2010 UNO) angewendet.

Das IPSAS-Board erarbeitet und veröffentlicht die Rechnungslegungsstandards für den öffentlichen Sektor unter eigener Verantwortung. Die Zielsetzungen des IPSAS-Boards bestehen darin, qualitativ hochwertige Rechnungslegungsstandards für den öffentlichen Sektor im öffentlichen Interesse zu erarbeiten und damit die Qualität und Einheitlichkeit der weltweiten Finanzberichterstattung zu erhöhen.

Das Bundesministerium für Finanzen lädt im Zusammenwirken mit dem Institut für Finanzwissenschaft und Steuerrecht am Freitag, den 2. Juli 2010 um 11.00 Uhr in das Bundesministerium für Finanzen, Hintere Zollamtsstraße 2b, 1030 Wien, zu der Veranstaltung „IPSAS im Lichte der österreichischen Haushaltsmodernisierung - Anwendung bei Ländern und Gemeinden“ ein.

  • 2. Juli 2010, 11.00 Uhr
  • Bundesministerium für Finanzen
  • Dr. Peter Quantschnigg Saal
  • Hintere Zollamtsstraße 2b
  • 1030 Wien

Programm

 11.00 – 11.15 Uhr - Einleitung & Begrüßung SC Dr. Gerhard Steger Leiter der Sektion II - Budget, BMF
 11.15 – 12.40 Uhr - Vorträge  
IPSAS - Überblick und Stand (in Englisch) Stephenie Fox Technical Director IPSASB
IPSAS - Anwendung bei Ländern und in der Kommunalverwaltung Prof. Dr. Andreas Bergmann Vorsitzender IPSASB
IPSAS - Erfahrung bei der Implementierung Dipl.-Kfm. Thomas Müller-Marques Berger Mitlied IPSASB
Entwicklungsstand und Entwicklungsperspektiven des öffentlichen Rechnungswesens in Österreich A.Univ.-Prof. Dr. Kurt Promberger, Professor der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Innsbruck
Aktivitäten des Bundes zur Harmonisierung und Modernisierung der Rechnungslegung Dr. Anton Matzinger Leiter der Abteilung für Finanzverfassung und Finanzausgleich im BMF
 12.40 – 13.10 - Pause  
 13.10 – 14.00 - Podiumsdiskussion  
Aktuelle Entwicklungen und Rechnungslegung Prof. Dr. Andreas Bergmann, Vorsitzender IPSASB
Nutzen von Accrual Accounting (doppische Rechnungslegung) in Zeiten der Finanzkrise Univ.-Prof. Dr. Dorothea Greiling, Institutsvorstand des Instituts für Management Accounting, Uni Linz
Vollkonsolidierung von Beteiligungen in öffentlichen Rechnungsabschlüssen Univ.-Prof. Dr. Kurt Promberger, Professor der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Innsbruck
Bewertung von Finanzinstrumenten in öffentlichen Haushalten Prof. Dr. Frans van Schaik, Mitglied IPSASB

Hinweis:

Im Rahmen der Veranstaltung werden Foto-, Video- und Audioaufnahmen für Medien des Instituts für Finanzwissenschaft und Steuerrecht bzw. BMF angefertigt.

Anmeldung:

mittels E-Mail an Post.V-7@bmf.gv.at bis 29. Juni 2010 wird gebeten. Für eventuelle Rückfragen erreichen Sie uns unter der Telefonnummer: 01/514 33-501030.

 

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