Strukturpolitik

Die Strukturpolitik eines Landes stellt einen wichtigen Teil der nationalen Wirtschaftspolitik dar. Ziel ist es, durch angemessene Eingriffe die Basis für Wachstum in einer Volkswirtschaft zu stärken bzw. diese widerstandsfähiger gegenüber negativen externen Einflüssen zu machen und die Aufnahmefähigkeit von positiven Entwicklungen zu erhöhen. Wichtige Aufgaben der Strukturpolitik sind demnach beispielsweise optimale wettbewerbliche Rahmenbedingungen zu schaffen, Flexibilität  zu gewährleisten oder die Infrastruktur an moderne Anforderungen anzupassen. Als Instrumente dafür werden u.a. gesetzliche Regelungen, Förderungen und Offensivprogramme eingesetzt.
Gleichzeitig ist die Strukturpolitik aber auch ein Bereich, der im großen Ausmaß durch internationale Einflüsse gekennzeichnet ist.
Wesentliche Implikationen für die Strukturpolitik in Österreich in den kommenden Jahren besitzt beispielsweise die Europa 2020 Strategie. Dieses Konzept wurde von den europäischen Staats- und Regierungschefs am 17. Juni 2010 mit dem Ziel beschlossen, die Beschäftigung sowie ein intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum zu forcieren. Aus diesen Prioritäten wurden fünf Kernziele für die gesamte EU vereinbart und in nationale Ziele umgesetzt. Österreich berichtet jährlich in einem nationalen Reformprogramm (NRP) über die Fortschritte. Die Überwachung und Bewertung erfolgt im Rahmen des Europäischen Semesters, dieses neue Steuerungs- und Überwachungsinstrument zur Vorabkoordination der Wirtschaftspolitik in den Mitgliedsstaaten der EU ist seit Beginn 2011 im Einsatz.

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