Wirtschaftspolitik in Europa

Die Wirtschafts- und Währungsunion erfordert eine stärkere Zusammenarbeit in Fragen der Wirtschaftspolitik, als dies in der Vergangenheit der Fall gewesen ist. Im Vordergrund steht dabei die Zielsetzung, durch einen Dialog zwischen den Akteuren der Wirtschaftspolitik eine angemessene Abstimmung der verschiedenen Politikbereiche sicherzustellen, um auf diese Weise die Voraussetzungen für nichtinflationäres Wirtschaftswachstum und Beschäftigung zu schaffen. Als Lehre aus der jüngsten Finanz- und Wirtschaftskrise wurden diese wirtschaftspolitische Koordination sowie deren Überwachung noch weiter intensiviert. Kernstück ist dabei ein am 8. November 2011 beschlossenes Paket von sechs Legislativvorschlägen (Six Pack), mit dem der Stabilitäts- und Wachstumspakt gestärkt und mehr Augenmerk auf die Vermeidung sowie Korrektur von makroökonomischen Ungleichgewichten gelegt werden soll. 

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