Oesterreichische Entwicklungsbank AG

Das Bundesministerium für Finanzen hat in enger Abstimmung mit dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten die Oesterreichische Entwicklungsbank AG (OeEB) auf Basis eines gesetzlichen Mandats als offizielle Entwicklungsbank der Republik Österreich beauftragt. Die OeEB ist ein Spezialfinanzinstitut, das den Zielen und Prinzipien der österreichischen Entwicklungspolitik gemäß EZA-Gesetz verpflichtet ist. Sie ist Mitglied des Verbands der offiziellen europäischen Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen (EDFI).

Die Gründung der OeEB im Jahr 2008 vervollständigt das Instrumentarium der österreichischen Entwicklungspolitik auf dem Gebiet der finanziellen Entwicklungszusammenarbeit. Ein funktionierender Finanzsektor trägt wesentlich zur Verbesserung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage von Entwicklungs- und Transitionsländern bei. Gerade kleinste, kleine und mittlere Unternehmen in Entwicklungs- und Transitionsländern klagen besonders über Barrieren in der externen Finanzierung ihrer Vorhaben. Dieser Teil des Privatsektors ist in der Regel der dynamischste Teil einer Volkswirtschaft.

Die OeEB soll ein weites Spektrum von langfristigen, subventionsfreien Finanzierungsinstrumenten für wirtschaftlich selbsttragende Privatsektorprojekte in Entwicklungs- und Transitionsländern bereithalten, die im Markt wenig oder gar nicht zur Verfügung gestellt werden. Die OeEB soll auch in der Lage sein, innovative Finanzprodukte zu erarbeiten, die besonders an die Bedürfnisse in Entwicklungs- und Transitionsländern angepasst sind.

Die OeEB soll auch österreichische Unternehmen im Sinne von „Wirtschaft und Entwicklung“ zu mehr Projekten in Entwicklungs- und Transitionsländern mobilisieren. Österreichische Unternehmensinvestitionen im Ausland nützen dabei den Entwicklungs- und Transitionsländern, stärken aber gleichzeitig auch die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft.

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