Müller: Atomenergie ist keine nachhaltige Energie Österreich stimmte gegen die Aufnahme von Atomkraft in den Katalog nachhaltiger Finanzinstrumente – Mehrheit in Brüssel tritt für Klassifizierung der Atomenergie als nachhaltig ein

In Brüssel stimmten am 26. September die Mitgliedsstaaten über das Verhandlungsmandat des Rates mit dem Europäischen Parlament für Trilogverhandlungen in Sachen Taxonomie ab. Der Verordnungsentwurf zur Taxonomie (= Klassifizierung) sieht EU-weit einheitliche Kriterien vor, welche Finanzprodukte und Investitionen sich als “nachhaltig” im ökologischen Sinne deklarieren dürfen. Für Finanzmarktteilnehmer und Investoren wird es daher künftig einfacher festzustellen, welche Projekte ökologisch sind und zur Erreichung der Pariser Klimaziele beitragen.

Im Vorfeld der Abstimmung haben einige Mitgliedsstaaten dafür lobbyiert, dass nun auch Investitionen in Kernenergie und Atomkraftwerke als nachhaltig klassifiziert werden können. „Atomenergie ist keine nachhaltige Energie. Daher hat Österreich heute auch gegen das Verhandlungsmandat gestimmt. Gemeinsam mit anderen Atomausstiegs-Staaten wie Deutschland sind wir in Brüssel entschieden dagegen aufgetreten“, betont Finanzminister Eduard Müller.

Der private Sektor leistet einen wesentlichen Beitrag zur Aufbringung für CO2-arme Technologien. Die Klassifizierung von Kernenergie als nachhaltige Energiequelle ist mit Milliarden an privaten Investments für AKWs verbunden. „Die reine Reduzierung von Co2-Emmissionen reicht nicht aus. Es muss eine gesamthafte Betrachtung erfolgen. Angefangen von der Sicherheit der Atomenergie bis zur Frage der Endlagerung – alle diese Probleme sind ungelöst und Nachhaltigkeit somit nicht gewährleistet“, so Müller abschließend.

26. September 2019

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