Frankreich begrüßt Österreich Schwerpunkt „Besteuerung der digitalen Wirtschaft“

Nach krankheitsbedingter Absage telefonierte Finanzminister Hartwig Löger mit seinem französischen Amtskollegen Bruno Le Maire

Die Besteuerung der digitalen Wirtschaft gilt als eines der Schwerpunkte des Bundesministerium für Finanzen (BMF) in der kommenden Ratspräsidentschaft. Finanzminister Hartwig Löger hat dies gegenüber seinem französischen Amtskollegen zum Ausdruck gebracht. Ursprünglich wollte man dieses Thema beim bilateralen Termin in Paris besprechen, der letzte Woche seitens des österreichischen Finanzministeriums krankheitsbedingt abgesagt werden musste.

Diese Prioritätensetzung wurde im Telefonat seitens Finanzminister Bruno Le Maire begrüßt, so Löger, der sich nach dem Telefonat zuversichtlich zeigt, dass Frankreich und Österreich hier gemeinsame Interessen verfolgen. "Die Allianz mit Frankreich zeigt, dass wir mit unserer Priorisierung auf ein wichtiges Thema setzen. Die Ungerechtigkeit, dass große digitale Unternehmen keine Steuern zahlen, während herkömmliche Betriebe sehr wohl einen Beitrag zum Sozialsystem leisten, erfährt breite Unterstützung", so Löger. Dennoch weiß Löger, dass es auch zurückhaltende Mitgliedsstaaten gibt, auf die man noch zugehen muss: "Wir werden mit jenen Länder, die die Vorschläge der Kommission noch skeptisch sehen, intensive Gespräche führen, um dieses wichtige Thema in unsrer Ratspräsidentschaft voran zu bringen."