Zoll: Artenschutz auf Weihnachtsreisen Zoll rät von tierischen Souvenirs ab

Fernreisen zu Weihnachten und um den Jahreswechsel haben für viele Österreicherinnen und Österreicher bereits Tradition.

Wer nach dem Urlaub wieder nach Österreich zurückkehrt, möchte bei der Einreise und beim Zoll natürlich keine Unannehmlichkeiten haben. Der österreichische Zoll empfiehlt daher, sich bereits vor dem Urlaub über die geltenden Artenschutzbedingungen am Reiseziel zu informieren.

Tierische Souvenirs

Produkte wie Schmuck aus Koralle, Taschen und Schuhe aus exotischem Leder, Pflanzen und Tiertrophäen werden besonders oft auf Märkten in Urlaubsdestinationen angeboten, um zuhause noch an das Fernreiseziel zu erinnern. Doch nicht jedes Souvenir ist bei der Einfuhr unbedenklich. Vom Artenschutzabkommen, dessen Bestimmungen der Zoll vollzieht, sind nicht nur lebende Tiere, sondern auch tote Tiere oder Pflanzen und Erzeugnisse daraus umfasst.

Der Schlangenledergürtel, die Krokodilledertasche, Schnitzereien aus Elfenbein beispielsweise unterliegen dem Artenschutz ebenso wie exotische Felle und Häute, Orchideen, Kakteen oder am Strand gefundene Riesenmuscheln.

Immer wieder werden Urlauber zu meist ungewollten Straftaten verleitet. So hatte der österreichische Zoll im Jahr 2016 beispielsweise 358 Aufgriffe mit artengeschützten Gegenständen zu verzeichnen. Unwissenheit schützt jedoch nicht vor Strafe. Alle Reisenden sollten sich deshalb beim Souvenirkauf in fernen Ländern vergewissern, dass es sich um keine durch das Washingtoner Artenschutzabkommen besonders geschützte Tier- oder Pflanzenart handelt, für die deshalb besondere Ein- und Ausfuhrbeschränkungen gelten.

Unwissenheit schützt nicht vor Strafe

Wenn das Tier oder die Pflanze vom Zoll entdeckt wird und ohne Genehmigung eingeführt werden sollte, wird das geschmuggelte "Souvenir" beschlagnahmt, eine Geldstrafe verhängt sowie - im schlimmsten Fall - ein Finanzstrafverfahren gegen den Urlauber eingeleitet wird. Am besten ist daher, sich bereits im Vorhinein zu informieren, was unter welchen Bedingungen eingeführt werden darf. Legal können bestimmte Arten nämlich nur mit entsprechenden Ein- und Ausfuhrgenehmigungen mitgenommen werden.

Als Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt der Tier- und Pflanzenwelt kauft man bestenfalls kein solches "außergewöhnliches Souvenir", sondern greift beispielsweise besser auf traditionelle Handwerksprodukte, etwa aus Textil, zurück. Dem österreichischen Zoll ist es ein besonderes Anliegen, den Artenschutz zu vollziehen und damit die Artenvielfalt unserer Erde zu schützen und für die Nachwelt zu erhalten. Österreich ist diesbezüglich auch eines der wenigen Länder, in denen die Zollverwaltung im Kampf gegen den illegalen Artenhandel zusätzlich mit speziell geschulten Diensthunden arbeitet. Immer wieder kommt es auch durch Unterstützung dieser Artenschutzhunde zu Aufgriffen von artengeschützten Produkten im Reiseverkehr.

Auch unterwegs informiert bleiben

Die BMF-App des Finanzministeriums informiert Sie auch umfassend über die Zollbestimmungen, die bei der Einreise nach Österreich zu beachten sind. Dieser Teil der App funktioniert auch im Offline-Modus und ist daher problemlos im Ausland verwendbar. Die BMF-App steht im jeweiligen Smartphone-Store – Google Play, iTunes, Windows App-Store sowie der BlackBerry World – gratis als Download zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Artenschutz finden Sie im zugehörigen Folder „Vorsicht Artenschutz! Ein Service für Bürger/innen.“  im Bereich Publikationen/Broschüren und Ratgeber/Zoll.