Finanzminister Eduard Müller bei Herbsttagung des IWF und der Weltbank in Washington Premiere für Finanzminister Eduard Müller – Globale Wirtschaftsentwicklung und zunehmende Unsicherheit als Hauptthemen der Herbsttagung

Wie jedes Jahr traf sich die globale Finanzwelt zur Herbsttagung von IWF und Weltbank in Washington. Erstmals war Österreich durch Finanzminister Eduard Müller vertreten, der von Donnerstagnachmittag bis Samstag an der Tagung teilnahm. Eine Premiere war es auch für die neue IWF-Chefin Kristalina Georgiewa. Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung bei der Weltbank und der Europäischen Kommission hat Österreich ihre Nominierung von Anfang an unterstützt.

Finanzminister Eduard Müller fuhr mit einem konkreten Ziel in die USA: „Mir ist es ein zentrales Anliegen Österreich auf dem internationalen Parkett als starken Finanzstandort zu vertreten. Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten müssen wir zeigen, dass wir ein verlässlicher Partner für die Wirtschafts- und Finanzbranche sind. Österreich pflegt traditionell sehr gute Kontakte zum IWF und zur Weltbank. Das soll auch künftig so bleiben.“ Erst im Sommer eröffnete der IWF ein neues Büro in Wien, die Weltbank verdoppelte die Anzahl seiner Mitarbeiter in Österreich. 

Das Treffen fand vor dem Hintergrund gesenkter Konjunkturerwartungen statt. Die vom IWF am Wochenbeginn präsentierten Prognosen zeigten das Ausmaß dieser Entwicklungen: Der IWF sagt für heuer ein globales Wachstum von 3 Prozent voraus. Das wäre der niedrigste Wert seit der Finanzkrise 2008 und 2009. „Auch wenn die Prognosen für Österreich nur leicht gesenkt wurden, so werden wir dennoch die Auswirkungen der getrübten Konjunktur in Form von weniger Steuereinnahmen spüren. Allerdings erweist sich unsere Wirtschaftsentwicklung aufgrund des stabilen privaten Konsums im internationalen und insbesondere im europäischen Vergleich noch immer als sehr robust“, so Müller. 

Die Teilnehmer der Herbsttagung diskutierten auch über den Handelskonflikt zwischen den USA und China, das Risiko eines No-Deal-Brexit und geopolitische Spannungen. „Die zunehmenden Unsicherheiten beeinträchtigen das Vertrauen der Unternehmen, die Investitionsentscheidungen und den globalen Handel. Ich hoffe, dass die Gespräche in Washington zu einer Stabilisierung der Situation beitrugen“, betonte Müller.

22. Oktober 2019

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