Schelling: „Schuldenentwicklung in Wien ist besorgniserregend“ „Entwicklung des Schuldenstandes in Wien und die Neuverschuldung lassen bei mir budgetpolitische Alarmglocken läuten“

Der seitens der Gemeinde Wien präsentierte Rechnungsabschluss 2016 zeigt eine deutliche Steigerung der Neuverschuldung, ebenso wie der Gesamtschuld. Dabei wird die vorveranschlagte und budgetierte Neuverschuldung weit übertroffen.

„Das Schuldenwachstum der Gemeinde Wien übersteigt deutlich das Wachstum der Stadt. Ich werde daher das Gespräch mit Finanzstadträtin Renate Brauner suchen, denn wir sollten gemeinsam die Ursachen dieser Fehlentwicklung hinterfragen“, so Finanzminister Hans Jörg Schelling. Dabei werden auch die Budgetexperten des Finanzministeriums gerne behilflich sein. Gemeinsames Ziel muss sein, in weiterer Folge Strategien zu entwickeln, wie Wien wieder auf den Pfad der soliden Finanzen zurückkommt.

Das Schuldenwachstum in Wien hat eine besorgniserregende Dynamik erreicht, denn die Gesamtschuld ist vom Jahr 2015 auf 2016 um 8,66 % gestiegen (Bund: 1,2 %), wie die Daten der Statistik Austria belegen. Wien gefährdet mit dieser Schuldendynamik nicht zum ersten Mal die Erreichung der Maastricht-Ziele und das ist den Verantwortlichen in Wien zumindest seit geraumer Zeit bewusst. 

„Als Finanzminister, der für Gesamtösterreich verantwortlich ist, läuten – angesichts dieser Zahlen – die budgetpolitischen Alarmglocken. Hier ist Handlungsbedarf gegeben und diese Schuldendynamik muss sich stark einbremsen“, schloss Schelling.