Zigarettenschmuggel per Flieger nimmt auch im 1. Halbjahr 2019 weiter zu Rund 1,7 Millionen Zigaretten im Flugreiseverkehr aufgegriffen

Rund 1,7 Millionen Zigaretten bei 620 Passagieren – so bilanziert das Zollamt Eisenstadt Flughafen Wien hinsichtlich Zigarettenaufgriffen im Reiseverkehr, die im ersten Halbjahr 2019 durch erfolgreiche Arbeit der Zöllnerinnen und Zöllner in der Reisendenabfertigung erfolgt sind. Damit setzt sich ein Trend im Flugreiseverkehr fort, der 2015 beim Zoll auffällig wurde und sich seither jährlich steigert.

Die Zigaretten-Aufgriffe erfolgen in Österreich zum überwiegenden Teil auf dem Flughafen Wien. Nachdem 2015 mit Aufgriffen von insgesamt rd. 1,5 Millionen Stück auffällig wurde, dass vermehrt größere Mengen von Zigaretten im Reisegepäck im Flugverkehr geschmuggelt werden, setzte sich dieser Trend in den folgenden Jahren fort: So wurden im Jahr 2016 rund 2,4 Millionen Zigaretten aufgegriffen und  2017 sowie 2018 beschlagnahmten die Zöllner jeweils rund 2,9 Millionen Schmuggelzigaretten. Auch im ersten Halbjahr 2019 verzeichnete der Zoll im Reiseverkehr des Zollamts Eisenstadt Flughafen Wien gegenüber dem ersten Halbjahr 2018 (1,66 Mio. aufgegriffene Zigaretten) auf diesem hohen Niveau ein weiteres Plus von 1,6 %.

„Ich gratuliere den Zöllnerinnen und Zöllnern zu ihren neuerlichen Erfolgen im Kampf gegen den illegalen Zigarettenschmuggel. Mit ihrer hervorragenden Arbeit und langjährigen Erfahrung treten sie schlagkräftig gegen organisierten Schmuggel auf und leisten auch auf europäischer Ebene einen wichtigen Beitrag, um internationale Schmuggelnetzwerke zu zerschlagen“, zeigt sich Finanzminister Eduard Müller beeindruckt.

Bei den Beschlagnahmungen 2019 fällt auf, dass der Flughafen Wien heuer verstärkt als Zielort der Schmuggler anvisiert wird, statt wie bisher überwiegend als Transitort genutzt zu werden. Gut zwei Drittel der vom Zoll im Reiseverkehr am Flughafen aufgegriffenen Zigaretten landeten 2019 mit Bestimmungsort Wien. „Wir verzeichnen bei den Schmuggelfällen vermehrt die Wahl Wiens als Ziel-Flughafen – vermutlich, weil die Schmuggler ihre Verkehrswege zum Weitertransport der Ware ab Wien vom Flugverkehr weg zu anderen Transportformen verlegen“, analysiert Stefan Fleischhacker, Vorstand des Zollamtes Eisenstadt Flughafen Wien, das adaptierte Flugverhalten der Schmuggler. Erfahrungen des Zolls belegen, dass erfolgreiche Behördenarbeit von der organisierten Kriminalität nicht unbemerkt bleibt und Routen daher auch entsprechend angepasst werden.

Meist nimmt der Zigarettenschmuggel in Armenien, Russland oder der Ukraine seinen Anfang. Neben Wien sind andere europäische Städte wie Madrid, Barcelona, Lyon, Kopenhagen, Mailand, Warschau oder Brüssel Bestimmungsort für die Machenschaften der in kriminellen Strukturen organisierten Schmuggler.

Der Flughafen Wien wird daher auch weiterhin als Umstiegsplatz zur Weiterreise und damit Verbringung der Schmuggelzigaretten in andere europäische Länder per Flugzeug genutzt. In solchen Fällen werden österreichische Ermittlungsergebnisse oftmals erst in anderen EU-Mitgliedstaaten vollzogen. „Durch entsprechende Zusammenarbeit des Zollamtes Eisenstadt Flughafen Wien mit den zuständigen Zolldienststellen anderer europäischer Flughäfen kennt auch unsere Ermittlungsarbeit keine Grenzen“, ist Fleischhacker zu Recht stolz auf die Arbeit seines Teams. „Ziel ist, die Verantwortlichen so gut wie möglich zu identifizieren und den Schmuggel zu vereiteln“, so  der Zollamtsvorstand weiter. So wurden von den insgesamt rund 1,7 Mio. aufgegriffenen Zigaretten rund 530.000 Stück Zigaretten bei Kontrollen auf europäischen Flughäfen auf Grund von Informationen des Zollamtes Eisenstadt Flughafen Wien beschlagnahmt.  

Betrugsbekämpfung Zigarettenschmuggel

Ermittlungen im Bereich des Zigarettenschmuggels auf nationaler und internationaler Ebene bilden einen Schwerpunkt der bundesweit tätigen Zollfahndungsteams. Die Betrugsbekämpfung in diesem Bereich ist daher wesentlicher Teil der Arbeit des Zolls. Die Risiken für die Konsumenten beim Konsum von illegal eingeführten Tabakwaren sind nicht zu unterschätzen: Angefangen bei fragwürdigen Herstellungsorten und –methoden bis hin zu nicht bekannten Inhalts- und Zusatzstoffen. Nicht zuletzt schützt der Zoll mit dem täglichen Einsatz im Kampf gegen Schmuggelware die redlichen Wirtschaftstreibenden in Österreich und der EU.

20. Juli 2019

Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrung auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu.

Weitere Informationen