Unternehmensinitiative

Die Initiative „Verwaltungskosten senken für Unternehmen“ wurde 2006 durch Ministerratsbeschluss ins Leben gerufen. Das ambitionierte Gesamtziel von minus 25 % an Verwaltungslasten, mehr als 1 Milliarde Euro, wurde mit Ende 2012 erreicht. Als Fortführung dieser Entlastungsinitiative wurden zahlreiche Maßnahmen im Zuge der Aufgabenreform- und Deregulierungskommission (ADK) erarbeitet und im Rahmen „Deregulierung und Entbürokratisierung“ zur Umsetzung gebracht.

Mehr Informationen zu den Maßnahmen der ADK finden Sie in den bereits veröffentlichen Berichten sowie zur „Deregulierung und Entbürokratisierung“ im entsprechenden Ministerratsvortrag sowie der Projektliste.

In einer umfassenden Basiserhebung wurde die Belastung für Unternehmen resultierend aus bundesrechtlichen Informationsverpflichtungen in Höhe von 4,3 Mrd (Stand 2007) auf Basis des international etablierten Standardkostenmodells (SKM) erhoben. In Analogie zu einer ähnlich gelagerten Initiative auf EU-Ebene wurde mit den beteiligten Ressorts ein Reduktionsziel von 25 % bis 2012 festgelegt. 2012 war somit für die vom Bundesministerium für Finanzen koordinierte Initiative ein wichtiges Jahr: Es wurde das angepeilte Gesamtziel in Höhe von rd. 1,1 Mrd. erreicht. Wesentlich für den Erfolg der Initiative war die exzellente Zusammenarbeit mit allen beteiligten Ressorts und Stakeholdern.

Zu den großen Maßnahmen, die aus der Initiative entstanden und weiterhin verfolgt werden, zählen insbesondere das ressortübergreifende Projekt Unternehmensserviceportal (USP), das Gewerbe Informationssystem Austria (GISA), die elektronische Gesundheitsakte (ELGA) und die Gleichstellung der elektronischen Rechnung mit der Papierrechnung. Im Zusammenhang mit dieser Maßnahme steht auch die seit 1. Jänner 2014 verpflichtende elektronische Rechnungslegung an den Bund. 

Offene Maßnahmen aus der Initiative wie beispielsweise der Wegfall von Veröffentlichungspflichten in bestimmten Publikationsmedien, Vereinfachungen in der Gewerbeordnung oder im Bereich der Lohnverrechnung finden sich auch im Arbeitsprogramm der österreichischen Bundesregierung 2013 - 2018.

Ziele der Initiative:

  • Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Österreich erhöhen
  • Österreichs Unternehmen nachhaltig entlasten
  • Potenzial für Investitionen in die Zukunft schaffen
  • Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Verwaltung verbessern
  • Gesetzgebung transparenter und effizienter gestalten

Im Bericht zur Basiserhebung können Sie die Detailergebnisse zur Bewertung der Informationsverpflichtungen nach dem Standardkostenmodell nachlesen. Mehr Details zum Standardkostenmodell.