Kapitalmarktunion

Mit der Kapitalmarktunion soll die in der Europäischen Union traditionell bankbasierte Finanzierung durch weitere Finanzierungsquellen ergänzt werden. Insgesamt sollen durch die Kapitalmarktunion positive Impulse für Wachstum und Beschäftigung in der Europäischen Union entstehen.

Am 30. September 2015 hat die Europäische Kommission ihren Aktionsplan zur Schaffung einer Kapitalmarktunion vorgelegt. In weiterer Folge veröffentlicht die EK quartalsweise Fortschrittsberichte.

Die 33 Maßnahmen der von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen Kapitalmarktunion (Capital Markets Union, CMU) umfassen Initiativen in den unterschiedlichsten Rechtsbereichen (unter anderem: Finanzmarktaufsicht, Steuer- und Insolvenzrecht, Rechnungslegung) und sollen zu folgendem beitragen: 

  • Leichterer Zugang zu Finanzierungsmitteln zur Verbesserung der Liquidität- und Eigenkapitalausstattung von Start-ups und sonstigen Unternehmen, EU-Investitions- und Innovationsvorhaben.
  • Effektives Funktionieren der Finanz- und Kapitalmärkte zur Verbreiterung des Angebots an geeigneten Finanzierungsmitteln zur Verbesserung der Finanzierung der Wirtschaft.
  • Stärkere Integration der Finanz- und Kapitalmärkte im Binnenmarkt zur Sicherstellung, dass Finanzmittel auch leichter grenzüberschreitend zur Verfügung gestellt werden. 
  • Breitere Anlagemöglichkeiten für Sparer und Wahlmöglichkeiten für Konsumenten.
  • Verbesserung der Rechtssicherheit und Eliminierung von Doppelgleisigkeiten zur Vermeidung unnötiger Verwaltungskosten.
  • Förderungen von Investitionen in langfristige Infrastruktur- und nachhaltige Investitionsprojekte zur Umsetzung von Impulsen für Wachstum und Beschäftigung.