Basisinformationsblätter – PRIIP

Mit der Verordnung über Basisinformationsblätter wird der Kleinanleger eine standardisierte Information über grundlegende Merkmale und Risiken von bestimmten Anlageprodukten erhalten.

Mit der Verordnung (EU) Nr. 1286/1014 über Basisinformationsblätter für verpackte Anlageprodukte für Kleinanleger und Versicherungsanlageprodukten (PRIIP) wird ab 1. Jänner 2018 eine standardisierte Informationsverpflichtung geschaffen. Die EU-Kommission hat im November 2016 die Verschiebung des Anwendungsbeginns um ein Jahr vorgeschlagen.

Das maximal dreiseitige Basisinformationsblatt (KID) soll es Kleinanlegern ermöglichen, die grundlegenden Merkmale und Risiken von PRIIP zu verstehen und zu vergleichen. Die Verpflichtung zur Aushändigung eines KID besteht insbesondere beim Vertrieb von

  • Derivaten,
  • strukturierten Wertpapieren und Spareinlagen,
  • fonds- und indexgebundenen Lebensversicherungen und
  • sonstigen Versicherungsanlageprodukten

Das Basisinformationsblatt muss insbesondere folgende Informationen enthalten:

  • Produktart
  • Ziele des Produkts und Mittel zur Zielerreichung
  • Chancen und Risiken des Produkts
  • Performanceszenarien
  • Kosten
  • Anlagehorizont
  • Beschwerdemöglichkeiten

Die EU-Verordnung ist unmittelbar wirksam, bis 31. Dezember 2016 sind jedoch einige nationale Regelungen, insbesondere die Benennung der für die Aufsicht zuständigen Behörde, in einem Begleitgesetz erforderlich.

Hinweis Die Europäische Kommission hat am 30. Juni 2016 einen delegierten Rechtsakt angenommen, der die PRIIPS Verordnung ergänzt. Das Europäische Parlament hat Ende September 2016 diesem delegierten Rechtsakt nicht zugestimmt und Änderungen verlangt. Die EU-Kommission hat daher die Verschiebung des Anwendungsbeginns um ein Jahr vorgeschlagen.