Finanz- und Zollämter

In Österreich gibt es 40 Finanzämter mit insgesamt 80 Standorten. Die meisten Finanzämter haben einen, zwei oder drei Standorte und meist 150 bis 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Derzeit sind 6.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bundesweit im Einsatz. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der österreichweit neun Zollämter sind an den jeweiligen Standorten (Dienststellen eines Zollamtes) angesiedelt und dort tätig. Derzeit sind bei den Zollämtern bundesweit in etwa 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz.

Das Finanzamt

Das Finanzamt ist Teil einer Gesamtstruktur: Finanz- und Zollämter einer Region (insgesamt gibt es fünf Regionen) unterstehen dem Regionalmanagement und dieses wiederum dem Bundesministerium für Finanzen, Sektion Zölle und internationale sowie organisatorische Steuerangelegenheiten. Jedes Finanzamt hat eine Leitung und eine bestimmte Struktur mit Arbeitsbereichen. Je nach Größe des Amtes variiert die Anzahl der Teams.

Struktur bzw. Aufbau eines Finanzamtes

Ein Finanzamt hat durchschnittlich 14 Teams. Jedes Team wird von einer Teamleiterin/einem Teamleiter geführt und hat ca. 12 bis 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Teams tragen gemeinsam Verantwortung für die Ergebnisse und für effiziente Abläufe im Arbeitsprozess.

In den Teams gibt es unterschiedliche Funktionen, die auch unterschiedliche Voraussetzungen erfordern und unterschiedlich entlohnt werden. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Teams können die häufig vorkommenden Arbeiten erledigen. Einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bearbeiten aufgrund ihres tieferen Wissens schwierigere Fälle und/oder sind Teil eines Wissensnetzwerkes. Fast alles, was in einem Finanzamt erledigt wird, basiert auf elektronischen Anwendungen. Jede Mitarbeiterin/Jeder Mitarbeiter hat eine entsprechende Ausstattung (PC/Laptop).

Das Zollamt

Zollangelegenheiten sind ein wichtiger Teil der Aufgabenstellung der Österreichischen Finanzverwaltung. In einem Zollamt zu arbeiten, stellt eine sehr abwechslungsreiche und interessante Tätigkeit dar. Oftmalige Neuerungen und Optimierungen sowie Veränderungen in den bestehenden Arbeitsabläufen und der direkte Kontakt mit Kundinnen und Kunden lassen keine Routine aufkommen.

Struktur bzw. Aufbau eines Zollamtes

Der österreichische Zoll als integraler Bestandteil des europäischen Zolls arbeitet gemeinsam mit den Zollverwaltungen der anderen Mitgliedsstaaten für die Sicherheit und den Schutz der Bürgerinnen und Bürger der EU, aber auch für die Wirtschaftstreibenden, um diesen Sicherheit im freien Warenverkehr und Wettbewerbsgleichheit zu gewährleisten. Als Zollbeamtin und Zollbeamter ist man in diesem Bereich an der Vollziehung und Mitarbeit im Wissensgebiet der Rechtsnormen der EU beteiligt und in diese eingebunden. Aber auch national gilt es die Einhaltung von Vorschriften, zB der Verbrauchsteuern zu überwachen, und die redlichen Wirtschaftsbeteiligen zu unterstützen. Im Folgenden wird ein kurzer Einblick in die Struktur und das Aufgabengebiet der österreichischen Zollverwaltung gegeben.

Das Zollamt ist Teil folgender Gesamtstruktur: Die Finanz- und Zollämter einer Region (insgesamt gibt es bundesweit fünf Regionen) unterstehen einem Regionalmanagement und dieses wiederum dem Bundesministerium für Finanzen. Jedes Zollamt hat eine innere Struktur mit definierten Teams (Organisationseinheiten) und Arbeitsbereichen. Je nach Größe eines Zollamtes variiert die Anzahl dieser Teams (in etwa 15) innerhalb eines Zollamtes.

Prinzipien und Grundsätze

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Finanzverwaltung sind den Prinzipien der Gleichbehandlung, Wahrheitsfindung und Amtsverschwiegenheit verpflichtet und pflegen höflichen und respektvollen Umgang mit den Kundinnen und Kunden des Zollamtes. Die Finanzverwaltung unterstützt im Sinne des Fair Play Gedankens jene, die ihre Abgaben in der richtigen Höhe und zeitgerecht entrichten bzw. entrichten wollen und verfolgt jene, die nicht gesetzeskonform handeln.

In der Finanzverwaltung gibt es keinen Unterschied in der Entlohnung weiblicher und männlicher Mitarbeiter. Die Gleichbehandlung von Frauen und Männern ist der Finanzverwaltung als Dienstgeber ein großes Anliegen. Auch die betriebliche Gesundheitsförderung hat einen hohen Stellenwert. Die Arbeitszeit der Zollämter ist den dienstlichen Erfordernissen angepasst (zB Öffnungszeiten), im Rahmen der Gleitzeitregelung kann die/der Bedienstete auch ihre/seine individuellen Bedürfnisse berücksichtigen.