Wien, 13.02.2014 BMF: Präsentation des Weltentwicklungsberichtes 2014 Effektives, pro-aktives und geplantes Risikomanagement notwendig

Gestern am 12. Februar 2014, wurde im Bundesministerium für Finanzen (BMF) der jährlich veröffentlichte Weltentwicklungsbericht (Word Development Report) der Weltbank vorgestellt. Die im Rahmen der Präsentation stattfindende Diskussion aktueller weltwirtschaftlicher Themen stellt mittlerweile einen Fixpunkt im Veranstaltungskalender des BMF dar.

Der Weltentwicklungsbericht, der jeweils einem für die gegenwärtige Entwicklungsdiskussion bedeutsamen Thema gewidmet ist, steht dieses Jahr im Zeichen von „Risk and Opportunity – Managing Risk for Development“ und beschäftigt sich aus unterschiedlichsten Perspektiven mit dem Thema Risikomanagement.

Die Weltbank setzt sich in dieser Studie erstmals systematisch mit dem Thema Risikomanagement auseinander und untersucht dabei Entwicklungsrisiken, wie wirtschaftliche und politische Krisen, Arbeitslosigkeit, Krankheit, Naturkatastrophen und den Klimawandel, in allen gesellschaftlichen Bereichen.

„Gutes Risikomanagement ist auf allen Ebenen zentral, da die Auswirkungen von Risiken hohe Kosten verursachen und bereits erzielte Entwicklungseffekte wieder zunichtemachen. Dabei geht es aber nicht nur um die Vermeidung jeglichen Risikos, sondern um einen verantwortungsvollen und bewussten Umgang mit Risiken. Nur durch ein effektives, pro-aktives, systematisch geplantes Risikomanagement können negative Folgen und hohe Kosten von etwaigen Krisen abgemildert werden“, betonte der verantwortliche Sektionschef im Finanzministerium, Mag. Harald Waiglein.

Ellen Goldstein, in Wien angesiedelte Länderbüro-Direktorin der Weltbank für Südosteuropa betont, dass „der Nutzen, der sich durch gute Risikovorsorge ergibt bei weitem die möglichen Kosten übersteigt. Die höchsten Kosten entstehen aber durch ein Nichthandeln. Das sei die schlechteste Option überhaupt. Risiko zu übernehmen, ist notwendig um Entwicklungsmöglichkeiten wahrzunehmen“.

Wiewohl sich die Empfehlungen des Weltentwicklungsberichtes primär an Entwicklungsländer richten, treffen Empfehlungen für ein stabiles Finanzsystem, eine solide Geldpolitik und ein nachhaltiges Gesundheitswesen auf Länder aller Entwicklungsstufen gleichermaßen zu.

„Mit der Erweiterung des Weltbank-Büros in Wien im vergangenen Herbst hat die Weltbank einen entscheidenden Schritt gesetzt, aktiv von Wien aus vor allem in unseren unmittelbaren Nachbarländern tätig zu sein. Österreich wird dadurch ermöglicht mit der Weltbank intensiver zusammenzuarbeiten und im Bereich der internationalen Entwicklung vor allem in Ost- und Südosteuropa noch stärker aktiv zu sein. Der Weltentwicklungsbericht zeigt außerdem, wo wir im kommenden Jahr Schwerpunkte setzen sollten. So können wir zum Erreichen der internationalen Entwicklungsziele beitragen und die Lebenssituation der Menschen kontinuierlich verbessern“, schloss Sektionschef Waiglein.