Wien (BMF), 23.05.2014 Hypo-Aufsichtsrat mit neuer Mannschaft Spindelegger: „Neues Team bedeutet Professionalisierung und Entpolitisierung des Hypo-Aufsichtsrates“

Bei der heutigen außerordentlichen Hauptversammlung der Hypo Alpe Adria International wurde ein neuer Aufsichtsrat unter der Führung des ehemaligen Chefs der Dresdner Bank, Dr. Herbert Walter, bestellt. Der neue Hypo-Aufsichtsrat wird künftig nur noch fünf statt bisher sechs Kapitalvertreter umfassen. Mit der Entscheidung beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte der Bank. "Gemäß den Vorgaben der Regierung sind die Zeichen nunmehr auf einen konsequenten und wertmaximierenden Abbau der Hypo gestellt. Die Republik kann sich auch künftig auf den Rat hoch kompetenter Kontrolleure verlassen, die primär das Wohl des Steuerzahlers im Auge haben", so Finanzminister Dr. Michael Spindelegger. "Das neue Team bedeutet eine Professionalisierung und Entpolitisierung des Hypo-Aufsichtsrates", so Spindelegger, der betont, dass für die Besetzung des Aufsichtsrats ausschließlich fachliche Kriterien ausschlaggebend waren.

Mit Dr. Herbert Walter konnte ein Spitzenbanker von europäischem Format für die Führungsaufgabe im Aufsichtsgremium gewonnen werden. Seine Zeit als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank 24 sowie der Dresdner Bank steuern ebenso wie seine Tätigkeit in Aufsichtsgremien von Versicherungen und der Abbaubank der Depfa in Dublin wertvolle Erfahrungen zur künftigen Kontrolle der Hypo bei.

Neben dem Vorsitzenden Dr. Herbert Walter wird künftig der Sachverstand des renommierten Risikoexperten Wolfgang Hartmann dem Aufsichtsrat zur Verfügung stehen. Wolfgang Hartmann verfügt über mehr als drei Jahrzehnte Führungserfahrung im Kreditgeschäft und der Risikosteuerung von Banken. Er war zuletzt ein Jahrzehnt als Risikovorstand in Deutschlands zweitgrößter Bank, der Commerzbank, tätig. Aktuell leitet er unter anderem das universitätsnahe "Frankfurter Institut für Risikomanagement und Regulierung", kurz "FIRM".

Mit dem ehemaligen Vorstandsdirektor der Kärntner Sparkasse und Ex-Präsidenten des österreichischen Sparkassen- und Giroverbandes, Mag. Alois Hochegger, zieht ein gremienerfahrener österreichischer Banker in den Aufsichtsrat ein. Mit Blick auf die Aufgabenstellung bei der Hypo verfügt Mag. Hochegger über wertvolle Erfahrung sowohl in Osteuropa als auch mit Restrukturierungen. 

Frau Mag. Regina Friedrich bringt als ehemalige Geschäftsführerin einer internationalen Spedition mit Sitz in Graz ihre langjährige Berufserfahrung im Geschäft mit Osteuropa sowie ihre dortigen Netzwerke in die Arbeit des künftigen Aufsichtsrates ein. Mag. Friedrich verfügt bereits bisher über Erfahrung in Aufsichtsräten von Banken und war Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Steiermark.

Mit der Geschäftsführerin des Bundesrechenzentrums, Frau Mag. Sumper-Billinger, zieht eine ausgewiesene IT-Expertin in den Aufsichtsrat ein. Für die Abbaugesellschaft werden effiziente IT-Prozesse künftig zum zentralen Erfolgsfaktor. Die unbestrittene fachliche Kompetenz von Mag. Sumper-Billinger wird unter anderem bei diesen Fragestellungen dem Aufsichtsrat zu Gute kommen. Das Bundesrechenzentrum ist der IT-Dienstleister und marktführender E-Government-Partner der österreichischen Verwaltung. Mit rund 1.200 Mitarbeiter/innen betreut das BRZ mehr als 30.000 IT-Arbeitsplätze an 1.200 Betriebsstandorten und erzielt einen Jahresumsatz von 283,6 Mio. Euro (2013). Insgesamt entwickelt und betreibt das Unternehmen mehr als 350 E-Government-Anwendungen, die von mehr als drei Millionen Nutzer/innen in Anspruch genommen werden.

Spindelegger abschließend: "Mit der Bestellung von zwei Expertinnen in den Hypo-Aufsichtsrat sowie der Verkleinerung des Aufsichtsrates haben wir bewusst zwei Zeichen gesetzt. Ich bin zuversichtlich, dass das neue Team das letzte Kapitel in der Geschichte der Hypo Alpe Adria nun engagiert angehen wird."