Wien (BMF), 14.09.2015 10 Tonnen Wasserpfeifentabak beschlagnahmt Deutsch-österreichische Zollzusammenarbeit führt zu großem Erfolg

Die Zollfahndung des Zollamts Linz Wels beschlagnahmte nach umfangreichen Ermittlungen in Deutschland und Österreich mehr als 10 Tonnen Wasserpfeifentabak. Mit dieser sichergestellten Menge hätte ein Gewinn von über 600.000 Euro erzielt werden können.

Im August 2014 bekamen die österreichischen Zollbehörden einen Hinweis des deutschen Zollfahndungsamtes Essen, wonach ein in Linz wohnhafter Mann afghanischer Herkunft in den Schmuggel und den Verkauf von Wasserpfeifentabak aus dem Iran involviert sei.

Erste Ermittlungen der Zollfahndung des Zollamts Linz Wels ergaben, dass der Verdächtige in der Vergangenheit bereits mehr als 20 Importe nach Österreich auf den Namen seiner Mutter durchgeführt hatte. Der afghanische Geschäftsmann war den deutschen Fahndern bereits bekannt. Im August 2014 konnte ihm in Deutschland der illegale Handel mit knapp 800 kg Wasserpfeifentabak, sowie die Lieferung weiterer 100 Kilogramm Wasserpfeifentabak über Deutschland nach England, nachgewiesen werden.

Zur effektiven, grenzüberschreitenden Verfolgung wurde daraufhin eine gemeinsame Ermittlungsgruppe der Zollfahndung des Zollamts Linz Wels und dem Zollfahndungsamt Essen ins Leben gerufen. Das deutsch-österreichische „Joint Investigation Team“ ermöglichte einen schnellen und unbürokratischen Austausch unter den Fahndern, der schlussendlich zum Erfolg führte.

Als es im März 2015 zum Verdacht eines weiteren Imports nach Österreich kam, ordnete die zuständige Staatsanwaltschaft Korneuburg die Durchführung von Observationen und Telefonüberwachungen an.

Im Mai 2015 konnte schließlich ein Import aus dem Iran am Flughafen Wien identifiziert werden. Nach der Abholung der Ware durch den Verdächtigen wurde dieser laufend observiert. Nach der Entladung der Ware in zwei Lagerräumlichkeiten in Linz und im Geschäft der Mutter erfolgte der Zugriff durch die Beamten der Zollfahndung. Bei der Durchsuchung der Räumlichkeiten konnten insgesamt mehr als 10 Tonnen Wasserpfeifentabak sichergestellt werden. Der Verdächtige wurde umgehend festgenommen und befindet sich derzeit in der Justizanstalt Korneuburg in Untersuchungshaft. Weitere fünf Verdächtige wurden in diesem Zusammenhang ebenfalls wegen des gewerbsmäßigen Schmuggels bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Durch die umfangreichen Ermittlungen konnte zudem eine Vielzahl an Abnehmern in Deutschland und Österreich identifiziert werden, die sich ebenfalls vor der Justiz zu verantworten haben.

Durch die hervorragende Zusammenarbeit der Zollbehörden konnte dieser gemeinsame Ermittlungserfolg erzielt werden. Ziel ist, auch in Zukunft verstärkt gegen organisierten Betrug vorzugehen, um den heimischen Wirtschaftsstandort zur schützen.