Wien (BMF), 05.02.2015 Zoll: Wintersporttourist als Zigarettenschmuggler enttarnt Kärntner Zollbeamte beschlagnahmten bei Kontrolle auf der A2 bei Villach 40.000 Stück Schmuggelzigaretten aus einem polnischen PKW mit doppeltem Boden

In den Morgenstunden des 30. Jänner 2015 führte die mobile Einheit der Zollverwaltung, die so genannte Operative Zollaufsicht (OZA), auf der A2 im Großraum Villach routinemäßig Kontrollen durch.

Bei einem der Fahrzeuge schöpften die versierten Zöllner Verdacht: Auf die Frage an den Fahrzeuglenker, wohin er denn unterwegs sei, meinte dieser, er wolle zum Schifahren. Seine Schiausrüstung wies allerdings schon auf den ersten Blick deutliche Mängel auf. Auf die Frage, in welches Schigebiet er denn wolle, konnte der Fahrer dann keine Antwort geben.

Bei einer ersten Durchsuchung des Fahrzeuges durch die Zollhunde Zorro, Tarek und Ronny bestätigte sich der „richtige Riecher“ der Zollbeamten. In einem doppelten Boden an der Unterseite des Fahrzeuges befanden sich 200 Stangen Zigaretten der Marke „Marlboro rot“ mit ukrainischen Steuerbanderolen. Die rund 40.000 Stück Zigaretten mit einem geschätzten Gegenwert von rund 9.000 Euro am österreichischen Markt wurden von den Beamten sichergestellt.

Die genaue Untersuchung des Fahrzeugs brachte auch die aufwendigen Umbauarbeiten zutage, die für das Geheimversteck notwendig waren: Der Tank des Fahrzeuges wurde zugunsten des neuen „Stauraumes“ stark verkleinert, eine zusätzliche Stahlplatte musste eingefügt und Trägergurte für den noch verbleibenden Tank angeschweißt werden. Die Zigaretten wurden durch Zugänge unter den Rücksitzen und links vom Beifahrersitz in das Schmuggelversteck eingefüllt.

Die hinterzogene Steuerschuld von rund 8.800 Euro wurde dem polnischen Schmuggler vom Zollamt Klagenfurt Villach zur Entrichtung vorgeschrieben. Der Schmuggler wurde auf freiem Fuß bei der Finanzstrafbehörde angezeigt, es drohen ihm nun noch eine Geldstrafe von bis zu 18.000 Euro sowie der Verfall der beschlagnahmten Zigaretten und des Schmuggelfahrzeuges.