Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrung auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu.

Weitere Informationen

 
 
 
 
 
 

Wien (BMF), 06.12.2018 Finanzminister Löger: „Größter Schlag gegen Zigarettenmafia“ Rekordaufgriff: Zoll stellt 32 Tonnen Tabak sicher - Finanz-Staatssekretär Fuchs: „Ich gratuliere den Kolleginnen und Kollegen vom Zoll zu diesem beeindruckenden Erfolg. Durch ihren unermüdlichen Einsatz schützen sie die redliche Wirtschaft sowie alle Bürgerinnen und Bürger.“

Am 16. November 2018 konnten Beamte des Zollamtes Eisenstadt Flughafen Wien im Raum St. Pölten 32 Tonnen Rauchtabak sicherstellen. Der Verkaufswert für fertige Zigaretten in Österreich wäre mehr als 7,2 Mio. Euro und die hinterzogenen Steuern würden knapp 5,6 Mio. Euro betragen. 

Tabak für knapp rund 32 Mio. Zigaretten – Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Mit der vorgefundenen Menge an Tabak wäre es den Tätern möglich gewesen, knapp 32 Mio. Stück Zigaretten bzw. 160.000 Stangen herzustellen (1 Gramm Tabak reicht grob gerechnet für eine Zigarette). Zum Vergleich: Im Jahr 2017 wurden insgesamt 7,2 Mio. Zigaretten durch den Zoll sichergestellt. Das bedeutet,  alleine mit diesem Aufgriff wird dieser Wert um mehr als das Vierfache übertroffen. Der letzte vergleichbare Fall geht auf das Jahr 2007 zurück, als in Maria Ellend 20,1 Tonnen Tabak sichergestellt wurden.

„Größter Schlag gegen Zigarettenmafia“

„Das ist der bisher größte Schlag gegen die organisierte Zigarettenmafia, die wie ein international tätiger Konzern grenzübergreifend agiert. Unsere Zöllner haben großartige Arbeit geleistet. Dieser Aufgriff ist nur durch ihren professionellen und entschlossenen Einsatz möglich“, so Finanzminister Hartwig Löger.

Durch wochenlange und detailreiche Ermittlungen wurden die Zöllner auf den Lagerort in Niederösterreich aufmerksam. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde unter Leitung der Zollfahndung eine Hausdurchsuchung durchgeführt, bei der zwei polnische Staatsangehörige angetroffen wurden, die gerade mit der Behandlung (Aromatisieren, Trocknen, Pressen und Verladen) des Tabaks beschäftigt waren. Im Zuge dieser Kontrolle konnte auch ein LKW, der gerade in der Halle für den Weitertransport des Tabaks vorbereitet wurde, sichergestellt werden. Neben dem Tabak wurden auch Zusatzstoffe für die Aromatisierung (ua. Rum, Zucker, Kakaopulver) als auch die Maschine, die dafür verwendet wurde, beschlagnahmt.

„Ich gratuliere den Kolleginnen und Kollegen vom Zoll zu diesem beeindruckenden Erfolg. Durch ihren unermüdlichen Einsatz schützen sie die redliche Wirtschaft sowie alle Bürgerinnen und Bürger“, zeigt sich Finanz-Staatssekretär Hubert Fuchs stolz.

Gesamtumschlagsmenge von ca. 300 Tonnen vermutet

Die weiteren Ermittlungen haben ergeben, dass der unversteuerte Tabak aus Belgien und Polen nach Österreich geliefert und nach der Bearbeitung in Kleinmengen weiter nach Lettland gebracht wird. Aufgrund der Aussagen der polnischen Mittäter gehen die Zollbeamten von einer Gesamtumschlagsmenge von ca. 300 Tonnen aus. Weitere Ermittlungen in Zusammenarbeit mit den internationalen Behörden sollen den Sachverhalt lückenlos aufklären.

Neue Masche soll Behörden Ermittlungen schwer machen

Durch eine neue Verschleierungstaktik wird versucht, die Behörden in die Irre zu leiten. Die verschiedenen Arbeitsschritte der verbotenen Herstellung von Zigaretten werden voneinander getrennt und die Täter hoffen auf diese Art und Weise, mit geringerem Schaden davonzukommen. Durch die internationale Zusammenarbeit und das schnelle Handeln des österreichischen Zolls konnte diese illegale Vorgangsweise erfolgreich vereitelt werden.