Blümel: Umsatzersatz als unbürokratische Hilfe für betroffene Branchen Instrument ersetzt behördlich geschlossenen österreichischen Unternehmen bis zu 80% ihres Umsatzes

Die dramatisch steigenden Infektionszahlen in Österreich und vielen Ländern Europas haben notwendige Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Folge und bringen Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft mit sich. Daher wurde unter Federführung des Finanzministeriums ein neues Instrument entwickelt um jenen Betrieben, die auf staatliche Anordnung geschlossen bzw. eingeschränkt werden die Umsätze zu einem großen Teil zu ersetzen. „Wir müssen alles daransetzen, Menschenleben zu retten und gleichzeitig auch wirtschaftliche Existenzen zu sichern. Die Disziplin der kommenden Wochen reduziert den langfristigen Schaden für den Standort - der Erhalt von Arbeitsplätzen und das Überleben von Unternehmen stehen im Vordergrund der Wirtschaftshilfen für betroffene Branchen“, so Finanzminister Gernot Blümel.

Eckpunkte des Umsatzersatzes

Für den Zeitraum der angeordneten Schließung werden daher den österreichischen Unternehmen bis zu 80 % ihres Umsatzes ersetzt. Um diesen Umsatzersatz möglichst unkompliziert, unbürokratisch und rasch zu ermöglichen wird dieser anhand der Steuerdaten, die der Finanzverwaltung vorliegen, automatisch berechnet. Die Beantragung erfolgt über FinanzOnline. Die ersten Auszahlungen werden noch im November erfolgen. Der maximale Auszahlungsbetrag pro Unternehmen ist gemäß Genehmigung der EU-Kommission mit 800.000 Euro gedeckelt, wobei bestimmte Corona-Hilfen gegengerechnet werden müssen.

Fixkostenzuschuss in Endabstimmung mit der EU-Kommission

Für Unternehmen, die nicht direkt vom Lockdown betroffen sind, dennoch aufgrund des Corona-Virus deutliche Umsatzeinbußen zu verzeichnen haben, ist der Fixkostenzuschuss eine wirksame Wirtschaftshilfe. Auch eine Kombination von Umsatzersatz und Fixkostenzuschuss (für unterschiedliche Zeiträume) ist für betroffene Unternehmen möglich.

Wirtschaftspolitischer Kraftakt - Viele Säulen für eine starke Wirtschaft

Mit Härtefallfonds, Verlustrücktrag und Gewinnglättung, sowie der Investitionsprämie, den staatlich garantierten Krediten, der Einführung der degressiven AfA, der Reduktion der Umsatzsteuer und zusätzlichen Maßnahmen wie etwa den Steuerstundungen, hat die Regierung bereits einen wirtschaftspolitischen Kraftakt gesetzt, um gemeinsam durch diese Krise zu kommen. Jetzt braucht es ein weiteres Hilfspaket, das schnell und einfach abgewickelt wird, damit den Betrieben in den betroffenen Branchen nicht die Luft ausgeht. „Wir können diese Krise nicht ungeschehen machen. Umso wichtiger ist es, dass wir uns mit aller Kraft gegen die Auswirkungen stemmen“, so der Finanzminister.