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Zoll stellt 500.000 Stück gefälschte „Marlboro“ sicher

Beschädigte Kartons ließen Mitarbeiter einer Paketdienstfirma mit Sitz im nördlichen Niederösterreich Anfang September genauer hinsehen: wegen der sichtbaren, ausländischen Zigaretten verständigten sie schließlich das Zollamt St. Pölten Krems Wiener Neustadt. Bei der zollrechtlichen Kontrolle der Operativen Zollaufsicht wurden daraufhin 20 Kartons mit einem Inhalt von 250.000 Stück (1.250 Stangen zu je 200 Stück) unverzollter und unversteuerter Zigaretten der Marke „Marlboro“ vorgefunden und sichergestellt.

Die Paketdienstleister konnten sich an die Männer und deren Fahrzeug erinnern, die die Kartons zum Versand gebracht hatten. Durch diese aufmerksame Beobachtung konnte aufgrund der Angaben ein Klein-LKW mit polnischer behördlicher Zulassung eruiert werden. Bei der anschließenden Streifenfahrt in der Umgebung wurde das gesuchte Fahrzeug auf dem Parkplatz einer Pension in einer nahegelegenen Ortschaft geparkt vorgefunden. Die Zollfahnder des Zollamtes St. Pölten Krems Wiener Neustadt konnten sowohl den Fahrer als auch den Beifahrer am Gelände der Pension ausfindig machen. Die Zollkontrolle des Kleinlasters brachte weitere 25 Kartons mit einem Inhalt von 250.000 Stück (1.250 Stangen zu je 200 Stück) „Marlboro“ zu Tage. Die Zigaretten wurden sichergestellt.

Nachfolgende Ermittlungen ergaben auch, dass die Schmuggelzigaretten höchstwahrscheinlich aus Moldawien stammen. Betreffend des Herkunftsnachweises sowie der Ermittlung, ob es sich um originale oder um gefälschte Zigaretten handelt, wurden Muster des Aufgriffs an den Markeninhaber Philip Morris übermittelt. Die Expertise des Markeninhabers ergab, dass es sich bei den gegenständlichen Schmuggelzigaretten um Fälschungen aus einer illegalen Zigarettenproduktion handelt.

Eine dritte Person, die ebenfalls in der Pension anwesend war, konnte mit den beiden Fahrern in Verbindung gebracht werden. Bei der Einvernahme verstrickten sich die drei Rumänen in Widersprüche, wiesen eine Tatbeteiligung jedoch zurück. Die Auswertung der Mobiltelefone der drei Beschuldigten belegen neben weiteren Ermittlungsergebnissen allerdings klar deren Tatbeitrag.

„Insgesamt konnten die Zöllnerinnen und Zöllner 500.000 Stück unverzollte, unversteuerte und illegal produzierte Zigaretten aus dem Verkehr ziehen.“ fasst Finanzminister Blümel den Aufgriff zusammen und hält fest: „Die Kriminalität rund um Zigaretten und Tabak bringt hohe Ausfälle an Steuern und Abgaben mit sich. Allein durch diesen Erfolg konnten die Zolleinheiten einen Steuerschaden in Höhe von 136.779 Euro verhindern!“

Nachdem die Kartons mittels Paketdienst nach Nordirland und Frankreich versendet hätten werden sollen, informierte der österreichische Zoll im Amtshilfeweg die dortigen Zollbehörden über die Ermittlungsergebnisse. Durch den Staatsanwalt beim Landesgericht Korneuburg wurde gegen die drei Beschuldigten die Anzeige auf freiem Fuß sowie die Sicherstellung der vorgefundenen Zigaretten und der Mobiltelefone angeordnet.