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Zoll zieht Sommerbilanz: Luxuswaren, Bargeld und Drogen in Millionenhöhe aufgegriffen Finanzminister Blümel: „Zoll leistet extrem wertvolle Arbeit für Schutz der heimischen Unternehmen und Konsumenten“

Die Bilanz der österreichischen Zollverwaltung für die Sommermonate Juli und August fällt sehr positiv aus: Trotz eines starken Rückgangs im Flugverkehr und nur teilweise geöffneter Grenzen zu den Nachbarstaaten im heurigen Sommer gelangen den Beamtinnen und Beamten dank gezielter Kontrollen zahlreiche Aufgriffe. Insgesamt wurden 23.560 Kontrollen von Reisenden durchgeführt, 1.787 Feststellungen getroffen, 430 mobile Kontrollen durchgeführt und 25 Diensthunde waren im Einsatz.

Einen Schwerpunkt legten die Zöllnerinnen und Zöllner auf den Bereich e-commerce: Hier wurde die Kontrollquote im Postverkehr deutlich um 29 Prozent erhöht. Dies führte zu einem starken Anstieg von bis zu 25 Prozent bei den verschiedenen Aufgriffen, wie bei Suchtmitteln (Anstieg von 770 auf 965 Treffer) oder auch in den Bereichen Produktpiraterie und Wertermittlungen. Außerdem verhinderten die Zollbediensteten 192 Schmuggelversuche von Zigaretten im Umfang von 99.722 Stück.

Finanzminister Gernot Blümel: „Die Zöllnerinnen und Zöllner schützen mit ihrer Arbeit die heimischen Betriebe, sichern dadurch österreichische Arbeitsplätze und sorgen für die Gesundheit der Konsumentinnen und Konsumenten, indem sie gefährliche Ware wie zum Beispiel gefälschte Medikamente aus dem Verkehr ziehen.“

Die spektakulärsten Aufgriffe:

  • Aufgriff von 1.762 Stück Medikamenten (Antibabypillen, Abnehmpillen, Viagra, Generika) durch das Zollamt Graz
  • 781 Barren Gold und Silber im Wert von rund 700.000 Euro bei der Zollstelle Lustenau
  • Drei wertvolle Fahrzeuge an der Schweizer Grenze, aufgegriffen von Bediensteten des Zollamts Feldkirch Wolfurt, darunter ein Porsche 928

Zigaretten
Von den insgesamt 99.722 entdeckten Zigaretten griff die Zollstelle Spielfeld 2.800 Zigaretten in einem Reisebus auf, die in einem eingebauten Versteck transportiert wurden. Ein weiterer Großfund in der Höhe von 20.000 Stück gelang den Zollbediensteten bei einer Kontrolle von Einreisenden aus dem Zollausschlussgebiet Samnaun.

Produktpiraterie
Auch gefälschte Luxusprodukte entgingen den Zöllnern nicht: Bei der Zollstelle Lustenau wurde beispielsweise eine 7.000 CHF teure und durch das Zollamt Innsbruck eine 8.000 Euro Handtasche aufgegriffen. Darüber hinaus deckten die Bediensteten vom Zollamt Innsbruck einen Schmuggelversuch von 6 Uhren mit einem Wert von 32.000 Euro auf.

Artenschutz
Auch im Bereich Artenschutz wurden die Zollbediensteten fündig: Sie entdeckten in einer burgenländischen Gemeinde 11 griechische Landschildkröten, die artengeschützt sind und ohne erforderliche Dokumente gehalten wurden. Die Tiere wurden vom Zollamt Eisenstadt Flughafen Wien beschlagnahmt.

Luxuriöse Gaumenfreuden griffen die Zollbediensteten im Postverteilzentrum Hall auf: Sie entdeckten in einer Postsendung 6 Gläser Kaviar aus der Ukraine. Auch hier wurde die aufgegriffene Ware beschlagnahmt.

Kurioses
Aus der Kategorie „Kurioses“ gingen den Zöllnern erstaunliche Schmuggelversuche ins Netz: So wurden 2 mobile Toiletten beim Zollübergang Nofels und bei einer mobilen Kontrolle am Arlberg 2 Segelboote und ein Motorboot aufgegriffen.

Zollstelle Post Wien und Flughafen Wien
Von der Zollstelle Post Wien wurden auch in diesem Sommer kiloweise Drogen aus dem Verkehr gezogen. Insgesamt beschlagnahmten die Zöllnerinnen und Zöllner 12,8 kg bzw. 6.730 Stück verschiedener Suchtmittel, darunter u.a. Cannabis, Amphetamine, Magic Mushrooms und verschiedene neuartige psychoaktive Substanzen.

Intensive Kontrollarbeit leisteten auch die Zollbediensteten am Flughafen Wien: So wurden im Reiseverkehr 5.615 Kontrollen mit 318 Funden durchgeführt. Dabei entdeckten die Bediensteten des Zolls Schmuck im Gesamtwert von rund 64.000 Euro, 524 kg Pflanzen, Obst und Gemüse sowie 344 kg tierische Produkte. Im Cargobereich wurden insgesamt 500.000 nicht-zertifizierte Schutzmasken, diverse Handyteile, Textilien und bei einer Sonderkontrolle mit der Polizei eine Lieferung von 608 kg Kath, einer pflanzlichen Droge, entdeckt.

Die Schmuggler mussten je nach Schmuggelgut entweder Nachzahlungen und Strafen leisten, das Schmuggelgut wurde in vielen Fällen beschlagnahmt und es wurden zahlreiche Verfahren eingeleitet, die nun zu hohen Geld- und auch Haftstrafen führen können.