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Blümel: Coronabonus brachte durchschnittlich 307 Euro OGM-Studie: Alleinerziehende und Alleinverdiener, Arbeiter, Frauen und Menschen mit niedrigen Einkommen profitieren verhältnismäßig am stärksten; Kaufkraft steigt deutlich

Ab September ist die Entlastung der österreichischen Steuerpflichtigen durch die Bundesregierung wirksam und spürbar. Eine heute präsentierte OGM-Studie zeigt jetzt die Verteilungswirkungen dieser steuerlichen Entlastungen: Von den drei Maßnahmen Senkung der ersten Stufe der Lohnsteuer, Sozialversicherungs-Rückerstattung und dem Kinderbonus profitieren in Summe 5,4 Millionen Menschen in Österreich. Das sind knapp 80 Prozent aller Steuerpflichtigen.

Finanzminister Gernot Blümel: „Wir entlasten die österreichischen Steuerzahler im September mit spürbaren Einmalzahlungen, damit die Menschen sofort mehr Geld am Konto haben. Die Senkung der niedrigsten Tarifstufe kommt darüber hinaus ab sofort jeden Monat erneut bei den Menschen am Konto an. Die OGM-Studie bestätigt, dass die Maßnahmen des Coronabonus gezielt bei jenen Menschen wirken, die von der Krise besonders stark betroffen sind und dass ein großer Teil des Geldes über mehr Konsum auch unserer heimischen Wirtschaft zu Gute kommt.“

OGM-Analyst Johannes Klotz: „Die finanzielle Wirkung der drei Maßnahmen im Jahr 2020 beträgt durchschnittlich 307 Euro pro Steuerpflichtigem. Überdurchschnittlich stark profitieren im Verhältnis zur Einkommenshöhe Alleinerziehende und Alleinverdiener, Arbeiter, Frauen und Personen mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen zwischen 15.000 und 25.000 Euro. Das Maßnahmenpaket kann somit als Stützung der Kaufkraft insbesondere in der unteren Mittelschicht verstanden werden.“

Die Wirkungen der Maßnahmen im Detail

Von der Senkung der ersten Stufe der Lohnsteuer profitieren 4,4 Millionen Österreicher, das sind 63% aller Steuerpflichtigen. Fast zwei Drittel der Pensionisten (66%) werden von der Tarifsenkung profitieren. Relativ zum Nettoeinkommen ist die Wirkung der Entlastung am stärksten bei Arbeitern und Pensionisten sowie bei Einkommen zwischen 15.000 und 30.000 Euro. Die Tarifsenkung bringt somit vor allem eine Kaufkraftsteigerung in der unteren Mittelschicht.

Vom der Sozialversicherungs-Rückerstattung profitieren gut 1,2 Millionen Österreicher oder 18% aller Steuerpflichtigen. Die maximal mögliche Entlastung eines Steuerpflichtigen durch die Erhöhung des Zuschlags zum Verkehrsabsetzbetrag liegt bei 100 Euro im Jahr. Die Maßnahme kommt vorwiegend Personen mit geringen Einkommen zu Gute. Relativ häufig profitieren Arbeiter (34%), Alleinerziehende (39%), Frauen (22%) und Unter-30-Jährige (29%).

Von dem Kinderbonus profitieren knapp eine Million Steuerpflichtige oder 14% aller Steuerpflichtigen und 100% der Alleinerziehenden. Entsprechend dem vorrangigen Anspruch der Mutter auf den Bezug der Familienbeihilfe kommt die Einmalzahlung deutlich mehr Frauen als Männern zugute. Relativ hoch ist bei dieser Gruppe die prozentuelle Steigerung des Netto-Jahreseinkommens. Bezogen auf jene, die Familienbeihilfe beziehen, erhöht sich das Nettoeinkommen durch die Einmalzahlung um durchschnittlich 585 Euro oder 2,7 Prozent.

Datengrundlage der Studie sind anonymisierte statistische Daten der knapp 7 Millionen steuerpflichtigen natürlichen Personen in Österreich. Entscheidender Vorteil dieser Datenquelle ist, dass es sich um statistische Volldaten des Finanzministeriums handelt, die keinen Schwankungsbreiten oder Messfehlern unterliegen.