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Blümel: Phase II des Härtefallfonds wird ausgeweitet Flexiblere Betrachtungszeitraum, Ausweitung für Jungunternehmen, individuellere Hilfe für Klein- und Kleinstunternehmen

Seit 20. April läuft die Phase 2 des Härtefallfonds. Insgesamt können bis zu 6.000 Euro über die Wirtschaftskammer beantragt werden. Für die zweite Phase erweitert die Bundesregierung jetzt die Kriterien.

„Mit dem Härtefallfonds adressieren wir die Klein- und Kleinstunternehmen, die jetzt schnell Geld brauchen, um die täglichen Lebenserhaltungskosten zu zahlen. In einer solchen Ausnahmesituation kann es sein, dass Manches nicht so schnell funktioniert, wie geplant. Wichtig ist dann zu handeln und nach zu justieren. Das tun wir, um Existenzen zu sichern und um diese Unternehmer vor der Insolvenz zu bewahren“, so Finanzminister Gernot Blümel zu den aktuellen Adaptierungen bei der zweiten Phase des Härtefallfonds.

Erweiterung des Betrachtungszeitraumes:

·       Der dreimonatige Betrachtungszeitraum wird jetzt um weitere drei Monate bis zum 15.09.2020 (bisher 16.03. - 15.06.2020) verlängert

·       Unternehmen, die in diesem Zeitraum einen Umsatzeinbruch von mindestens 50% hatten, die laufenden Kosten nicht mehr decken konnten oder vom Betretungsverbot erfasst wurden, sind anspruchsberechtigt für die zweite Phase des Härtefallfonds.

·       Das hilft vor allem jenen Unternehmen, die zB im März oder April noch Zahlungseingänge hatten und daher erst später einen Umsatzeinbruch erleiden.

·       Der Anspruch besteht weiterhin für drei Monate, jedoch entscheidet der Förderwerber, in welchen drei (nicht zwingend aufeinander folgenden) Monaten man die Unterstützung beantragt.

Unterstützung für Jungunternehmen:

·       Jungunternehmer (gegründet nach dem 1.1.2020) hatten – mangels Einkommensteuerbescheid – bisher schon die Möglichkeit pauschal 500 Euro zu erhalten.

·       In Phase II wird diese Regelung auf Jungunternehmer ausgedehnt, die nach dem 1.1.2018 (bisher 1.1.2020) gegründet wurden, wenn der Entgang des Nettoeinkommens plausibel dargestellt werden kann.

·       Jungunternehmer mit Gewinnen haben selbstverständlich weiterhin die Möglichkeit bis zu 2.000 Euro pro Monat zu erhalten.

Einführung einer Mindestförderhöhe:

·       In Phase zwei gibt es für alle Anspruchsberechtigten ab sofort eine Mindestförderhöhe von 500 Euro pro Monat.

·       Damit werden individuelle Härtefälle und etwaige Investitionen aufgefangen, die in der Vergangenheit teilweise dazu geführt hatten, dass bestimmte Personen keinen Gewinn erwirtschaften konnten.

Berücksichtigung Familienhärtefallfonds:

·       Eine Förderung aus dem Familienhärtefallfonds ist vom Doppelförderungsverbot ausgenommen.

·       Eine Förderung aus dem Familienhärtefallfonds ist damit kein Ausschlussgrund mehr für die Beantragung einer Unterstützung aus dem Härtefallfonds.

„Mit den aktuellen Anpassungen haben wir ein Auffangnetz gebaut, das die Breite der österreichischen Unternehmerlandschaft umfasst. Jede Branche ist von der aktuellen Krise getroffen, aber die Herausforderungen sind individuell und unterschiedlich. Wir haben die Betroffenen gehört und wir haben geantwortet“, so Blümel.