Reform der Finanzverwaltung schreitet voran Start des Betriebes mit 1. Jänner 2021 – Erste Leitungsfunktionen für Modernisierung der Steuer- und Zollverwaltung fixiert

Die Modernisierung der Steuer- und Zollverwaltung, Start der neuen Struktur ist 1. Jänner 2021, schreitet weiter voran und die entsprechenden Vorarbeiten im BMF laufen plangemäß. „Wir bündeln Ressourcen und Knowhow, bauen digitale Prozesse auf und erhalten gleichzeitig den Serviceumfang für Bürger und Unternehmen. Durch die Flexibilisierung der örtlichen und sachlichen Zuständigkeiten beschleunigen wir die Abläufe für die Kunden. Durch die Aufhebung der örtlichen Zuständigkeit stärken wir gerade strukturschwache Regionen“, so Finanzminister Gernot Blümel.

Durch das Aufheben der örtlichen Zuständigkeit kann vor allem in den Massenprozessen wie Arbeitnehmerveranlagung und Familienbeihilfe die Arbeit gleichmäßiger auf die Mitarbeiter verteilt werden. Derzeit bilden 40 Finanzämter und 9 Zollämter jeweils eine Abgaben- und Dienstbehörde mit eigenem Zuständigkeitsbereich. Daneben bestehen besondere Organisationseinheiten wie die Großbetriebsprüfung, Finanzpolizei und Steuerfahndung. Mit der Modernisierung werden zukunftsfähige Strukturen geschaffen: es gibt dann nur mehr ein Finanzamt Österreich, ein Zollamt Österreich, ein Amt für Betrugsbekämpfung, ein Finanzamt für Großbetriebe sowie einen Prüfdienst für Lohnabgaben und Beiträge. Dabei bleiben die regionalen Standorte erhalten, um das Knowhow und die Ansprechpartner Vorort zu gewährleisten.

„Um die Reform der Finanzverwaltung erfolgreich zu gestalten, bauen wir auf die Erfahrung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Beginnend bei der Zusammensetzung unseres Projektteams, welches aus Expertinnen und Experten der verschiedenen Organisationseinheiten besteht. Fortgeführt wird dies bei den nunmehrigen Bestellungen der Führungspositionen im Finanzamt Österreich, im Zollamt Österreich sowie des Amtes für Betrugsbekämpfung, die alle aus der Finanzverwaltung kommen. Mit diesem geballten Wissen aus der Praxis, ermöglichen wir eine schnelle Bearbeitung der Anliegen der Bürgerinnen und Bürger und stellen effiziente Verwaltungsabläufe sicher“, so Finanzminister Gernot Blümel.

Mit den Personalentscheidungen wurde ein weiterer wichtiger Umsetzungsschritt zum Start des Betriebs der Finanzverwaltung ab 1. Jänner 2021 im neuen Aufbau gesetzt. Das Finanzamt Österreich wird künftig von Mag. Siegfried Manhal geleitet. Nach verschiedenen Positionen in der Großbetriebsprüfung, leitete er das Finanzamt Gmunden Vöcklabruck und war ab 2009 Regionalmanager der Region Mitte.
Im Zollamt Österreich wird Mag. Heike Fetka-Blüthner den Posten der Vorständin bekleiden. Sie war ab 2003 als Fachexpertin der Geschäftsabteilung für Zoll- und Verbrauchsteuern tätig und wurde im April 2007 Vorständin des Zollamtes Graz.
Mag. Alfred Hacker wird dem Amt für Betrugsbekämpfung vorstehen. Hacker war u.a. als stellvertretender Leiter der Abteilung für Strafsachen tätig. Seit 2005 ist er Abteilungsleiter in der Zentralleitung und leitet seit 1. Jänner 2020 befristet den Prüfdienst Lohnabgaben und Beiträge.