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Zoll: 80 Prozent Steigerung bei Drogenaufgriffen

2019 konnten die Zöllnerinnen und Zöllner des Zollamtes Wien weiter erfolgreich gegen die Suchtgiftkriminalität über den Postweg einschreiten: 73,7 kg und 19.367 Stück Suchtmittel wurden aus diversen Sendungen im Briefzentrum Inzersdorf aufgegriffen. „Ich danke allen Zöllnerinnen und Zöllnern für ihren wertvollen Einsatz im Kampf gegen Kriminalität. An den steigenden Zahlen sehen wir, wie wichtig die regelmäßigen Kontrollen der Sendungen sind“, so Finanzminister Gernot Blümel.

Bei den beschlagnahmten Funden handelt es sich um eine breite Palette an unterschiedlichen Drogen: von Amphetaminen über Cannabis, Kokain, Heroin, Ketamin wurden auch psychotrope Substanzen sowie Ecstasy, LSD und MDMA über den Postweg verschickt. Das bedeutet eine Steigerung um fast 80 % gegenüber dem Jahr 2018, wo 41.219 Gramm und 26.594 Stück Suchtgift aus Postsendungen beschlagnahmt wurden, die dann in vielen Fällen zu polizeilichen Ermittlungserfolgen führten.

Darknet“ als Umschlagplatz

Der Online Handel mit verbotenen Substanzen hat sich in Österreich mittlerweile zu einer gängigen Form der Suchtmittelkriminalität entwickelt. Sowohl Einzeltäter als auch kriminelle Organisationen bedienen sich der Darknet-Marktplätze zur Abwicklung ihres organisierten Suchtmittelhandels und generieren damit ihre illegalen Gewinne. Die alarmierende Tendenz zeigte sich schon in den Aufgriffszahlen der vergangenen Jahre. 2017 wurden im Postversand 7.499 Gramm und 2.910 Stück Drogen aufgegriffen, 2016 waren es 5.970 Gramm und 2.931 Stück Suchtgift.

Diensthunde als unverzichtbare Helfer im Kampf gegen Suchtmittelkriminalität

Unverzichtbare Helfer beim Auffinden der Drogen sind die Diensthunde des österreichischen Zolls. Die eingesetzten Diensthunde verweilen bei dem Paket und zeigen den Diensthundeführern so an, dass sich verdächtige Substanzen in der Sendung befinden. Die im Anschluss erfolgte Öffnung und die durchgeführten Suchtmitteltests bestätigen die Drogenaufgriffe. Die vom Zoll aufgegriffenen Sendungen werden an die Polizei zur weiteren Ahndung nach dem Suchtmittelgesetz übergeben.

Die Zusammenarbeit der Polizeidienststellen mit der Zollverwaltung ist bei der Bekämpfung der Suchtgiftkriminalität von entscheidender Bedeutung. Vom Bundeskriminalamt wurde mit 1. Jänner 2020 eine eigene Arbeitsgruppe für den Online-Handel mit verbotenen Substanzen gegründet, an der auch das Zollamt Wien teilnimmt.