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Wiener Zollfahndung stellt Hehler: Über 12 Millionen Zigaretten in drei Jahren geschmuggelt 8 Monate unbedingte Freiheitsstrafe und 1,6 Mio. Euro Geldstrafe rechtskräftig

Zigarettenhehlerei im großen Stil kam einen Betrüger durch die ausgezeichnete Ermittlungsarbeit der Wiener Zollfahnder nun teuer zu stehen. Am 14.Februar 2020 wurde der Hehler zu 8 Monaten unbedingter Freiheitsstrafe, 1,2 Millionen Euro Geldstrafe (Ersatzfreiheitsstrafe 12 Monate) sowie 400.000 Euro anteiliger Wertersatzstrafe (Ersatzfreiheitsstrafe 4 Monate) rechtskräftig verurteilt.

Der moldawisch-rumänische Doppelstaatsbürger hat über einen Zeitraum von fast drei Jahren nachweislich insgesamt 12.250.500 Stück vorrangig aus der Ukraine stammende Zigaretten in Österreich von Schmugglern übernommen und darauf folgend nach Großbritannien weiterversandt und somit verhehlt.

Der Täter selbst war in Bratislava wohnhaft und „pendelte“ nahezu täglich mit seinem in Moldawien zugelassenen Pkw nach Wien, um die Schmuggelware zu übernehmen. In einem in Wien angemieteten Lager wurden die Zigaretten in Kartons zu je 16 Stangen umgepackt und für den Versand nach Großbritannien vorbereitet.

Als unfreiwilliger Logistikpartner wurde ein Paketdienstleister ausgewählt. Über das Filialnetz an so genannten PickUp-Shops wurden die Zigaretten in das Vereinigte Königreich weiterversandt. Der Versandpartner wusste naturgemäß nicht, was sich in den Paketen befindet. Auftragsgemäß wurden die Sendungen an die unterschiedlichen Empfänger verschickt. Sowohl die auf den Paketen angebrachten Daten der Versender sowie der Empfänger wurden widerrechtlich verwendet oder waren gefälscht.
Die tatsächlichen Abnehmer sowie Mittäter sind Gegenstand weiterer Untersuchungen. Die Zollfahndungen der Slowakei wie des Vereinigten Königreichs wurden entsprechend informiert und ermitteln anhaltend.

Durch diese besonders raffinierte Vorgangsweise wurden von Jänner 2017 bis Oktober 2019 nachweislich rund 61.252 geschmuggelte Stangen Zigaretten auf illegale Weise gewerbsmäßig in Umlauf gebracht, bis der österreichische Zoll diesen kriminellen Machenschaften ein Ende setzen konnte. Der Täter wurde Mitte Oktober 2019 „auf frischer Tat“ festgenommen, als er in besagtem Miet-Lager Versandvorarbeiten leistete. Dabei wurden 1.273 Stangen Schmuggelzigaretten aus der Ukraine sichergestellt. Den Zöllnerinnen und Zöllnern ist damit ein wichtiger Schlag gegen den Zigarettenschmuggel im Großraum Wien gelungen.
Die Staatsanwaltschaft Wien hat damals über den Festgenommenen die Untersuchungshaft verhängt. Bei der am 14. Februar 2020 durchgeführten Hauptverhandlung beim Landesgericht für Strafsachen Wien, wurde der Zigarettenhehler basierend auf den Abschlussbericht der Zollamtes Wien mit dem beeindruckenden Urteil schuldig im Sinne der Anklage gesprochen.

Finanzminister Gernot Blümel zeigt sich zu Recht stolz auf die Arbeit der ermittelnden Kolleginnen und Kollegen: „Dem Urteil gingen mehrmonatige intensive Ermittlungen und Einvernahmen voraus. Allein auf die in diesem Fall geschmuggelten Zigaretten wären über 2,9 Millionen Euro Steuern und Abgaben entfallen. Unsere Zöllnerinnen und Zöllner leisten tagtäglich einen unverzichtbaren Beitrag in der Betrugsbekämpfung – für mehr Fairness für Steuerzahlerinnen und Steuerzahler und Gerechtigkeit für die heimische Wirtschaft!“