Kärntner Zoll nimmt Kroaten 750g Cannabis gegen Kopfschmerzen ab - Auch Pistolenmunition geschmuggelt

In den Abendstunden des 1. November 2020 stach den Zöllnern des Zollamtes Klagenfurt Villach am Grenzübergang Karawankentunnel ein Cabriolet mit deutschem Kennzeichen ins Auge. Die Kontrolle bestätigte den „sechsten Sinn“ der Operativen Zollaufsicht: 750 Gramm Cannabiskraut sowie 50 Stück Pistolenmunition wurden sichergestellt.

Der Fahrzeuglenker, ein fünfzigjähriger Kroate, war auf dem Weg zu seinem Wohnort in Deutschland. Das in Kunststofffolie eingeschweißte Suchtgift fanden die Beamten im persönlichen Gepäck des Mannes. In Kroatien hatte er nach eigenen Angaben selbst das Cannabis angepflanzt und vor seiner Abreise geerntet. Benötigen würde er alles für den Eigengebrauch, wie er aussagte. Gegen seine Kopfschmerzen würde ihm nur Cannabiskraut helfen. „Jetzt muss ich mir teuer Cannabis in Deutschland kaufen“, reagierte der Fahrer bestürzt auf die Beschlagnahme der 750 Gramm Suchtmittel. Die Bitte um Nachsicht wegen seiner Kopfschmerzen schlug der Zoll von Rechts wegen natürlich aus.

Darüber hinaus hatte der Mann im Verdeckkasten seines Cabrios 50 Stück Pistolenmunition versteckt. „Die Ausführung des Kroaten, er hätte die Munition noch von einer früheren Fahrt im Auto vergessen, ließ die Zöllner angesichts der fehlenden Waffenbesitzkarte und des augenscheinlichen Verstecks berechtigter Weise ebenfalls unbeeindruckt“, ist Finanzminister Gernot Blümel stolz auf den Spürsinn der Kärntner Zöllner und führt hinsichtlich der sichergestellten Munition weiter aus: „Unsere Zöllnerinnen und Zöllner leisten mit ihrer täglichen Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Wahrung der allgemeinen Sicherheit!“

Die beschlagnahmten Drogen sowie die Munition wurden der Polizei übergeben. Der Fahrer wurde von der Polizei auf Weisung der Staatsanwaltschaft auf freiem Fuß angezeigt.