Wien (BMF), 11.10.2017 Schelling: „Meine Aufsicht ist mehrheitlich weiblich“ Finanzminister trifft Aufsichtsrätinnen der BMF Beteiligungsgesellschaften

„Mit Oktober erhöhen wir die Frauenquote in den Aufsichtsräten der Beteiligungen des Finanzressorts auf mindestens 50 Prozent“, erklärte Finanzminister Hans Jörg Schelling beim Empfang seiner Aufsichtsrätinnen in der Johannesgasse Anfang dieser Woche. „Wir haben uns dafür entschieden, die Frauenquote mehr als nur zu erfüllen“, betonte Schelling. „Wir haben 14 Aufsichtsratsfunktionen mit Frauen neu besetzt. Dort, wo das Finanzministerium Entsendungen in den Aufsichtsrat vornehmen kann, übererfüllen wir die gesetzlich vorgeschriebene Quote von 30 Prozent deutlich. Unsere Quote bei den Aufsichtsrätinnen liegt bei rund 58 Prozent“, freute sich der Finanzminister über die zahlreichen hochqualifizierten Top-Frauen in Führungspositionen.

33 der 57 BMF Vertreterinnen und Vertreter in den Beteiligungsgesellschaften des Bundesministeriums für Finanzen sind nunmehr Frauen. Unter anderem bei der Buchhaltungsagentur des Bundes, der Bundesbeschaffung GmbH, der Bundesrechenzentrum GmbH sowie der Österreichischen Bundesfinanzierungsagentur. Nominiert bzw. entsendet werden sowohl externe Vertreterinnen als auch weibliche Führungskräfte innerhalb des Finanzressorts.

Laut dem Gleichstellungsgesetz von Frauen und Männern im Aufsichtsrat (GFMA-G) vom Juni 2017 sind ab 1. Jänner 2018 börsennotierte Unternehmen und Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten verpflichtet, im Aufsichtsrat einen Anteil von mindestens 30 Prozent für beide Geschlechter umzusetzen. Darüber hinaus hat sich die Bundesregierung mittels Ministerratsbeschluss bereits im März 2011 verpflichtet, in mehrheitlichen Bundesbeteiligungen die Frauenquote am Bundesanteil im jeweiligen Aufsichtsgremium bis 31. Dezember 2018 auf 35 Prozent anzuheben.

„Der Pool, aus dem wir Kandidatinnen für unsere Besetzungen auswählen können, ist immer noch nicht groß genug. Nach wie vor gibt es mehr Männer, die Führungsverantwortung tragen. Daran müssen wir arbeiten. Bis dahin halte ich gesetzliche Quoten für durchwegs sinnvoll. Sie erzeugen den notwendigen Druck, den es offenbar noch braucht“, stellte Schelling abschließend klar.