EuGH-Urteil betreffend die Indexierung der steuerlichen Absetzbeträge

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am 16. Juni 2022 entschieden, dass die Indexierung der Familienbeihilfe, des Kinderabsetzbetrages und weiterer steuerrechtlicher Begünstigungen nicht mit dem EU-Recht vereinbar ist.

Detaillierte Informationen zur Indexierung der Familienbeihilfe und des Kinderabsetzbetrages finden Sie auf der Website des BKA.

Der EuGH hat am 16. Juni 2022 entschieden, dass die Indexierung des Alleinverdienerabsetzbetrages, des Alleinerzieherabsetzbetrages, des Unterhaltsabsetzbetrages, des Familienbonus Plus und des Kindermehrbetrages nicht mit dem EU-Recht vereinbar ist.
Aus diesem Grund sind die Indexierungsbestimmungen nicht mehr anzuwenden.

Wir bitten Sie, im Moment von einer Kontaktaufnahme mit dem Finanzamt Österreich und anderen österreichischen Behörden abzusehen und keine Anträge zu stellen.

Es werden die notwendigen Maßnahmen zur Umsetzung des EuGH-Urteils getroffen.

Informationen zur weiteren Vorgehensweise werden laufend veröffentlicht.

Ja, für alle in der EU/im EWR/in der Schweiz lebenden Kinder, für die ein Anspruch in einem Anspruchszeitraum ab 1. Jänner 2019 bestand/besteht.

Ja, der Kinderabsetzbetrag wurde auch indexiert. Die Indexierung des Kinderabsetzbetrages wurde ebenso vom EuGH als nicht mit dem EU-Recht vereinbar eingestuft.