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Umsatzsteuer für Einnahmen aus einem freien Dienstvertrag oder Werkvertrag

Nachfolgend wollen wir Sie informieren, wie Sie Einnahmen aus freien Dienstverträgen und Werkverträgen umsatzsteuerlich behandeln.

Freie Dienstnehmer und Personen, die auf Grund eines Werkvertrages Einkünfte erhalten, sind Unternehmer im Sinne des Umsatzsteuergesetzes und unterliegen der Umsatzsteuer. Für so genannte Kleinunternehmer hat das – sofern sie nicht auf eine Regelbesteuerung optieren – praktisch keine bzw. nur eine geringfügige Auswirkung.

Kleinunternehmer

Kleinunternehmer ist, wer einen Gesamtumsatz in einem Kalenderjahr von nicht mehr als 30.000 Euro netto - Nettoentgelt, ohne Umsatzsteuer - erzielt (die 30.000 Euro gelten ab 2007 – vorher 22.000 Euro). Er braucht keine Umsatzsteuer zu zahlen, er darf eine solche aber auch nicht in Rechnung stellen und hat auch kein Recht auf Vorsteuerabzug. Bei der Ermittlung des Gesamtumsatzes von 30.000 Euro sind neben Hilfsgeschäften einschließlich der Geschäftsveräußerung im Ganzen seit 1. Jänner 2017 [siehe Abgabenänderungsgesetz (AbgÄG)] auch Umsätze, die nach § 6 Abs 1 Z 8 lit d und j, Z 9 lit b und d, Z 10 bis 15, Z 17 bis 26 und Z 28 UStG (unecht) steuerfrei sind, nicht in die Umsatzgrenze miteinzubeziehen. Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit (Dienstverhältnis) sind keine Umsätze als Unternehmer und unterliegen daher nie der Umsatzsteuer. Eine einmalige Überschreitung der Umsatzgrenze von 30.000 Euro um nicht mehr als 15 Prozent innerhalb von fünf Kalenderjahren ist nicht schädlich für die Kleinunternehmereigenschaft.

Tipp Wer als Kleinunternehmer dennoch Umsatzsteuer in Rechnung stellt, muss diese auch an das Finanzamt abführen.

Kleinunternehmer brauchen keine Umsatzsteuerjahreserklärung (U1) abzugeben - außer sie werden vom Finanzamt dazu aufgefordert.

Umsatzsteuer - Regelbesteuerung

Unternehmer, deren Umsätze mehr als 30.000 Euro betragen, sind nach den allgemeinen Grundsätzen umsatzsteuerpflichtig. Man kann auch als Kleinunternehmerin/Kleinunternehmer auf Regelbesteuerung - das heißt für eine ganz normale Umsatzbesteuerung nach den allgemeinen Bestimmungen - optieren. Das wird man unter Umständen dann machen, wenn auf Grund hoher Vorsteuerbeträge infolge von Investitionen (z.B. Einrichtung eines Büros und Anschaffung verschiedener Geräte wie PC usw.) ein Vorsteuerüberhang entsteht.

Tipp Der Verzicht auf die Kleinunternehmerregelung (Option auf Regelbesteuerung) kann bis zur Rechtskraft des Umsatzsteuerbescheides gegenüber dem Finanzamt bekannt gegeben werden. An diese Erklärung ist man dann mindestens für fünf Kalenderjahre gebunden.


Stand: 01.01.2018

Abgenommen durch:
  • Bundesministerium für Finanzen