Abkommen zwischen der Republik Österreich und dem Fürstentum Liechtenstein über die Zusammenarbeit im Bereich Steuern

Hier finden Sie alle relevanten Informationen zum Abkommen im Bereich Steuern zwischen Österreich und dem Fürstentum Liechtenstein sowie auch den weiterführenden Links zum Abkommenstext.

Das Abkommen zwischen der Republik Österreich und dem Fürstentum Liechtenstein über die Zusammenarbeit im Bereich der Steuern wurde am 29. Jänner 2013 im Ministerrat beschlossen und noch am selben Tag von Finanzministerin Dr. Maria Fekter und Regierungschef Klaus Tschütscher in Vaduz unterzeichnet.

Das Abkommen basiert auf dem mit der Schweiz abgeschlossenen Abkommen, das einen ähnlichen Regelungszweck verfolgt. Betroffen sind alle natürlichen Personen, die in Österreich ansässig sind (dh. einen Wohnsitz in Österreich haben) und die ein Konto oder Depot bei einer liechtensteinischen Bank besitzen oder an Vermögenswerten einer transparenten Vermögensstruktur (zB transparente Stiftung, Trust oder Anstalt) nutzungsberechtigt sind. Zusätzlich sind natürliche und juristische Personen, die Zuwendungen an eine intransparente Vermögensstruktur (zB intransparente Stiftung, Trust oder Anstalt) tätigen und natürliche Personen, die Zuwendungen von einer intransparenten Vermögensstruktur erhalten, betroffen.

Liechtensteinische Banken und Treuhänder sollen für diese Personen

  • eine Abgeltungssteuer für die Vergangenheit einheben,
  • die Besteuerung der zukünftigen Kapitalerträge vornehmen,
  • bei Zuwendungen an Stiftungen die Eingangsbesteuerung und
  • bei Zuwendungen von Stiftungen an Begünstigte die Zuwendungsbesteuerung durchführen.

Am 14. März 2013 wurde die Regierungsvorlage zu einem Abkommen zwischen der Republik Österreich und dem Fürstentum Liechtenstein über die Zusammenarbeit im Bereich der Steuern samt Schlussakte einschließlich der dieser beigefügten Erklärungen mit Stimmenmehrheit im Finanzausschuss des Nationalrates beschlossen.