Betriebseinnahmen

Das Gegenstück zu den Betriebsausgaben bilden die Betriebseinnahmen. Zu den Betriebseinnahmen gehören alle Zugänge in Geld oder geldwerten Vorteilen, die im Rahmen des Betriebes anfallen. Daher fallen nicht nur Einnahmen aus Ihrer eigentlichen betrieblichen Tätigkeit darunter, sondern auch beispielsweise Einnahmen aus Hilfsgeschäften – wie Anlagenverkäufe – oder aus Versicherungsentschädigungen, aber auch geringfügige Zuwendungen von Geschäftsfreunden, Kundinnen/Kunden oder Patientinnen/Patienten (zB Urlaubsreisen, Sach- oder Geldzuwendungen).

Im Einzelnen gehören zu den Betriebseinnahmen insbesondere:

  • Erlöse aus Warenverkäufen
  • Erlöse aus Dienst- und Werkleistungen
  • Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen
  • Provisionseinnahmen im Rahmen des Betriebes
  • Betrieblich veranlasste Abfindungen (Ablösen), zB Mietrechte betreffend das Geschäftslokal
  • Zinsen und Ausschüttungserträge aus betrieblichen Bankbeständen und Kapitalanlagen (Konten, Sparguthaben, Wertpapiere, Kapitalbeteiligungen). Diese Kapitalerträge sind bei Einzelunternehmern oder Personengesellschaftern mit der KESt endbesteuert und müssen daher nicht in den zu versteuernden Gewinn einbezogen werden. Sie können aber zwecks Erstattung der KESt freiwillig in die Veranlagung aufgenommen und einer Regelbesteuerung unterzogen werden (zB bei Vorliegen eines Verlustes). 

Die KESt (der besondere Steuersatz) beträgt seit 2016 grundsätzlich 27,5%, (Dividenden, Ausschüttungen, Wertpapiererträge,Substanzgewinne aus der Realisierung von Kapitalanlagen wie zB im Betriebsvermögen gehaltenen Aktien), nur für Sparzinsen uä gilt der zuvor allgemeine Satz von 25% weiter.

  • Gewinne aus dem Verkauf von Grundstücken (Grund und Boden und Gebäuden) sowie
  • Gewinne aus der Entnahme von Gebäuden (die Entnahme von Grund und Boden erfolgt ab 1. April 2012 grundsätzlich zum Buchwert und ist daher steuerfrei).

Der besondere Steuersatz für die Veräußerung von Grundstücken oder die Entnahme von Gebäuden (ImmoESt) beträgt seit 2016 (maßgebend bei Veräußerung ist der Vertragsabschluss) 30%, zuvor 25%.

Diese Gewinne sind im Allgemeinen bereits mit einer Abzugssteuer (KESt, ImmoESt) belegt, müssen aber dennoch in die Veranlagung miteinbezogen werden, weil sie im betrieblichen Bereich nicht endbesteuert sind. Der besondere Steuersatz von 25%, 27,5% oder 30% bleibt dabei grundsätzlich erhalten (ausgenommen bei Regelbesteuerung sowie in bestimmten gesetzlich bezeichneten Sonderfällen, vgl. § 30a Abs. 3 Z 1 bis 4 und Abs.EStG).

Stand: 26.02.2017

Abgenommen durch:
  • Bundesministerium für Finanzen