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Trennungsgrundsatz, Ausschüttungsbesteuerung

Hier wird der Trennungsgrundsatz zwischen einer GmbH und den Gesellschaftern erläutert.

Bei einer GmbH sind zwei Ebenen zu unterscheiden: Jene der Gesellschaft und jene der Gesellschafterin oder des Gesellschafters (Trennungsgrundsatz). Solange die Gewinne in der GmbH verbleiben, fällt nur die 25 prozentige Körperschaftsteuer an. Wird der Gewinn ganz oder teilweise ausgeschüttet, unterliegt der Ausschüttungsbetrag einer Kapitalertragsteuer (KESt) in Höhe von 27,5 Prozent (ab dem 1.Jänner 2016; davor 25 Prozent) auf Ebene der Gesellschafterinnen und Gesellschafter. Die KESt ist von der ausschüttenden GmbH einzubehalten und an deren „Betriebsfinanzamt“ abzuführen. Damit ist die Gewinnausschüttung bei der empfangenden Gesellschafterin/beim empfangenden Gesellschafter grundsätzlich endbesteuert. Die Gesamtsteuerbelastung im Falle einer Gewinnausschüttung beträgt in diesem Fall insgesamt 45,625 Prozent (ab dem 1. Jänner 2016; für Ausschüttungen bis Ende 2015: 43,75 Prozent).

Es kann aber auch von der Gesellschafterin/dem Gesellschafter eine Besteuerung der Gewinnausschüttung zum allgemeinen Tarif im Rahmen der Veranlagung beantragt werden. Dies ist aber in der Regel nur dann sinnvoll, wenn das Gesamteinkommen des Gesellschafters/der Gesellschafterin (inklusive Ausschüttungen) gering ist.

Stand: 01.01.2018

Abgenommen durch:
  • Bundesministerium für Finanzen