Trennungsgrundsatz, Ausschüttungsbesteuerung

Hier wird der Trennungsgrundsatz zwischen einer GmbH und den Gesellschaftern erläutert.

Bei einer GmbH sind zwei Ebenen zu unterscheiden: Jene der Gesellschaft und jene der Gesellschafterin oder des Gesellschafters (Trennungsgrundsatz). Solange die Gewinne in der GmbH verbleiben, fällt nur die 25 prozentige Körperschaftsteuer an. Wird der Gewinn ganz oder teilweise an die Gesellschafterin und den Gesellschafter ausgeschüttet, ist vom Ausschüttungsbetrag eine Kapitalertragsteuer in Höhe von 27,5 Prozent (ab dem 1. Jänner 2016; davor 25 Prozent) einzubehalten und an das "Betriebsfinanzamt" abzuführen. Damit ist die Gewinnausschüttung bei der empfangenden Gesellschafterin/beim empfangenden Gesellschafter grundsätzlich endbesteuert. Es kann aber auch eine Besteuerung zum allgemeinen Tarif (gilt ab 1. April 2012, zuvor halber Durchschnittssteuersatz) im Rahmen der Veranlagung beantragt werden. Dies ist aber in der Regel nur dann sinnvoll, wenn das Gesamteinkommen (inklusive Ausschüttungen) gering ist.