Digitales in Zahlen

Kennzahlen und statistische Informationen zum Thema Digitalisierung machen Daten und Fakten sichtbar.

Digital Economy and Society Index (DESI)

Der Index für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft (Digital Economy and Society Index = DESI) ist ein aus verschiedenen Indikatoren zusammengesetzter. Entwickelt von der Europäischen Kommission (DG CNECT), um Fortschritte der digitalen Wirtschaft und Gesellschaft in den EU-Ländern bewerten zu können. Mehr zu Digital Economy and Society Index (DESI).

E-Government Benchmark

Der "eGovernment Benchmark" der Europäischen Kommission untersucht seit 2001 jährlich digitale Verwaltungsservices (E-Government) in den 27 EU-Mitgliedsländern und Island, Montenegro, Norwegen, Serbien, Schweiz und Türkei sowie im Vereinigten Königreich, Albanien und Nordmazedonien. Mehr zu E-Government Benchmark.

eGovernment MONITOR

Seit 2011 beleuchtet die Untersuchung jährlich die aktuelle E-Government-Situation in Deutschland. Seit 2012 werden Österreich und die Schweiz als Vergleichsländer herangezogen. Dabei werden Interviews und Analysen zu Bekanntheit, Nutzung, Zufriedenheit, Nutzungsbarrieren und der Identifikation im Zusammenhang mit digitalen Behördengängen durchgeführt.

eGovernment MONITOR 2021: Österreich weiterhin an der Spitze im E-Government in der DACH-Region. Hohe Bekanntheit und Nutzung der heimischen E-Government Services bringen Österreich erneut den 1. Platz in der aktuellen E-Government Studie zu Österreich, Deutschland und der Schweiz. In Österreich und der Schweiz wurden wie im Vorjahr circa 1.000 Personen befragt, in Deutschland 7.851 (circa 500 je Bundesland), um erstmals eine Detailbetrachtung der E-Government Situation in den einzelnen Bundesländern zu ermöglichen. Grundgesamtheit sind Personen in Privathaushalten in den drei untersuchten Ländern ab 18 Jahren, die das Internet privat nutzen. Die Erhebung erfolgte mittels Online-Befragung. Zielgruppe der Studie sind Fachpublikum und Entscheiderinnen und Entscheider aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Mehr zum aktuellen eGovernment-MONITOR oder hier zum österreichischen Ergebnis

Die diesjährige Untersuchung belegt für Österreich erneut Spitzenwerte sowie einen deutlichen Vorsprung bei Bekanntheit und Nutzung von E-Government Angeboten im Vergleich mit unseren Nachbarn.

Österreich liegt bei der digitalen Verwaltung in klarer Top-Position und liegen weiterhin an der Spitze der DACH-Region. Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz wird das elektronische Amt bei uns häufiger genutzt und ist bekannter. Die Studie eGovernment MONITOR erlaubt, die Fortschritte in der digitalen Verwaltung einzuordnen und aktuelle Aufgaben abzulesen. Die Ansprüche der Bürgerinnen und Bürger wachsen. 

Konkret punktet Österreich im eGovernment MONITOR hinsichtlich der Bekanntheit und Nutzung der zentralen E-Government Portale mit dem One-Stop E-Government Portal oesterreich.gv.at für Bürgerinnen und Bürger und hält im Ländervergleich mit 83 Prozent Platz 1 vor der Schweiz mit 59 Prozent und Deutschland mit 33 Prozent. Auch im Untersuchungsfeld der gesamten Nutzung von E-Government Angeboten erzielt Österreich mit 76 Prozent (+ vier Prozent) wie im Vorjahr Platz 1 und kann den Abstand zu den Vergleichsländern Schweiz mit 60 Prozent und Deutschland mit 52 Prozent weiter ausbauen. Die Verwaltung muss mit den Trends gehen. Die Marktdurchdringung von Smartphones beträgt 94 Prozent. Das E-Government wird kontinuierlich zum M-Government weiterentwickelt. In der Kategorie Zufriedenheit mit kommunalen Online-Services liegt Österreich im Hinblick auf die Zuverlässigkeit und Bedienungsfreundlichkeit gleichauf mit der Schweiz mit jeweils 66 Prozent vor Deutschland mit 47 Prozent.

Insgesamt zeigte die Studie, dass die aktuelle Corona-Pandemie einen deutlichen Digitalisierungsschub bewirkte, der in allen drei Ländern zu einem raschen Ausbau der elektronischen Verwaltungsservices beiträgt. Und die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass die digitalen Alternativen angenommen werden: Bereits 80 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher suchen online nach Informationen, Zuständigkeiten und Öffnungszeiten von Verwaltungsangeboten. Die stärksten Zuwächse gibt es in den Bereichen Online-Terminvereinbarung mit einem Sprung um sieben Prozent auf 52 Prozent und in der digitalen Kommunikation mit der Behörde mit einem Plus von vier Prozent auf 54 Prozent. Die Online-Vereinbarung von Amtsterminen wird als zweitbeste Errungenschaft der Pandemie gesehen.

Darüber hinaus erachten die Befragten vor allem den Ausbau der Online-Einkaufsmöglichkeiten, den Dokumentenaustausch mit Behörden, (freiwilliges) Home-Office und digitale Anwendungen zur Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen (Zoom, Teams etc.) als positive Begleiterscheinungen der Pandemie. Mehr zum aktuellen eGovernment-MONITOR

IKT in Haushalten

Laut Statistik Austria waren 95 % der österreichischen Haushalte im Jahr 2021 mit einem Internetzugang ausgestattet. Internet wurde von 93 % der Bevölkerung genutzt; 71 % verwendeten Internet-Banking. Durch eine Verordnung, die EU Mitgliedsländer verpflichtet, Daten zu diesem Thema zu liefern, und die Verwendung eines einheitlichen Fragebogens ist es möglich, die Umfrage-Ergebnisse zu vergleichen. Mehr zu Statistik Austria: IKT in Haushalten

IKT in Unternehmen

Im Jahr 2021 hatten laut Statistik Austria 98,9 % der österreichischen Unternehmen Zugang zum Internet, 89,7 % nutzten feste Breitbandverbindungen und 85,2 % hatten mobile Breitbandverbindungen. Breitbandinternet zur leistungsfähigen und schnellen Datenübertragungen hat sich in Unternehmen etabliert. 91 % aller Unternehmen waren mit einer Webseite im Internet präsent. Mehr als jedes zweite Unternehmen in Österreich mit mehr als zehn Beschäftigten ist mit eigenem Userprofil in sozialen Netzwerken präsent und aktiv (62,3 Prozent). 40,4 % der Unternehmen bieten bereits Cloud-Services an. Neun Prozent der Unternehmen setzen bereits Künstliche Intelligenz ein. Aus 2020 ist noch die Kennzahl von 30 % für Unternehmen mit E-Commerce-Verkäufen; Tendenz steigend. Mehr zu Statistik Austria: IKT in Unternehmen oder unter Presseaussendungen der Statistik Austria

2021-04-14 Statistik Austria Pressemitteilung 12.488-079/21 (Auszug):
Ein Prozent der österreichischen Unternehmen setzt im Kundenkontakt bislang auf KI-basierte Chatbots. Zehn Prozent der österreichischen Unternehmen mit zehn oder mehr Beschäftigten bieten laut Statistik Austria Chat Services an, bei denen Kundenanfragen von Personen beantwortet werden. Dagegen verwenden lediglich ein Prozent der Unternehmen Chat Services, die auf künstlicher Intelligenz (KI) basieren und bei denen virtuelle Agenten Anfragen beantworten.
Dienstleistungsunternehmen bieten besonders häufig Chat Services an. Die Unternehmensgröße spielt dabei im Gegensatz zum Wirtschaftsbereich des Unternehmens keine wesentliche Rolle: Jeweils zehn Prozent der kleinen (10 bis 49 Beschäftigte) und mittelgroßen Unternehmen (50 bis 249 Beschäftigte) sowie zwölf Prozent der großen Unternehmen (250 und mehr Beschäftigte) bieten Chat Services an, während dies bei vier Prozent der Unternehmen aus dem produzierenden Bereich, aber bei zwölf Prozent der Unternehmen im Dienstleistungsbereich der Fall ist.
Zwei Prozent aller Unternehmen verwenden für ihre Chat Services (auch) virtuelle Agenten, etwa automatisierte Chatbots. Die Verwendung von KI-Technologien bei Chat Services findet sich nur bei ein Prozent der Unternehmen. 

2020-10-14 Statistik Austria Pressemitteilung 12.345-185/20:

38 Prozent der österreichischen Unternehmen nutzten laut Statistik Austria Cloud Services. Damit hat sich die Nutzung dieser IT-Infrastruktur im Vergleich zu 2014 verdreifacht. Auch die durchschnittliche Anzahl der Dienste, die ein Unternehmen über das Internet verwendet, hat über die Jahre zugenommen. Darüber hinaus setzt 2020 jedes dritte Unternehmen (32 Prozent) auf smarte Geräte oder Systeme in mindestens einem ihrer Unternehmensbereiche – etwa auf Smart Meters, intelligente Wartungssensoren für Maschinen und Fahrzeuge oder auf Sensoren zur Automatisierung von Logistik- oder Produktionsprozessen.

Nutzung von Cloud Services innerhalb der vergangenen sechs Jahre verdreifacht

Rund vier von zehn Unternehmen ab zehn Beschäftigten (38 Prozent) nutzen Cloud Services. Diese IT-Infrastruktur erlaubt es, auf Dienste wie Speicherplatz, Software oder Rechenkapazität zurückzugreifen, die von Service Providern gehostet und via Internet bereitgestellt werden.

Die Nutzung von Cloud Services nimmt mit der Unternehmensgröße zu: Während nur 36 Prozent der kleinen Unternehmen (zehn bis 49 Beschäftigte) Cloud Services in Anspruch nehmen, sind es bei mittelgroßen Unternehmen (50 bis 249 Beschäftigte) knapp die Hälfte (49 Prozent) und bei großen Unternehmen (250 und mehr Beschäftigte) 66 Prozent. Innerhalb der vergangenen sechs Jahre hat sich die Nutzung von Cloud Services in österreichischen Unternehmen verdreifacht (2014: 12 Prozent; 2020: 38 Prozent). Speziell kleine Unternehmen weisen eine hohe Steigerungsrate auf (+260 Prozent; mittelgroße Unternehmen +188 Prozent; große Unternehmen +175 Prozent).

Networked Readiness Index (NRI)

Das Weltwirtschaftsforum erhebt seit 2003 auf Basis des NRI die IKT-Bereitschaft von ca. 140 Ländern weltweit. Der NRI ist einer der wichtigsten Indizes zur Messung der Ausstattung mit und der Nutzung von IKT eines Landes.
Singapur führt seit 2016 das Ranking an, gefolgt von Finnland; Österreich liegt wie im Jahr davor an 20. Stelle

Network Readiness Indes - NRI
Übersicht der Ränge in den zehn Säulen im direkten Vergleich Singapur, Finnland und Österreich. Quelle und Foto: NRI/Weltwirtschaftsforum

Der NRI ist hierarchisch aufgebaut und wird aus den Subindizes Umfeld, Bereitschaft, Nutzung und Impact gebildet. Jeder dieser Subindizes setzt sich aus zehn Säulen (Pillars) zusammen, hinter jeder Säule stehen mehrere Parameter. Jeder Parameter fließt mit gleichem Gewicht in die Berechnung ein. Eine Reihung der im Jahr teilnehmenden Länder nach Skalenwerten ergibt die NRI-Rangliste.

Mehr zu Global Information Technology Report 2016

Open Data Maturity Report

Das Europäische Datenportal führt jährlich im Auftrag der Europäischen Kommission eine Erhebung zum Reifegrad der Staaten hinsichtlich offener Daten durch. Die Kriterien sind über die Jahre hinweg immer strenger geworden und umfassen die Bereiche Politik, Portal, Wirkungen und Qualität. Zur Sicherung der führenden Position sind weitere Anstrengungen vonnöten, beispielsweise im Bereich der Governance, evidenzbasierter Vorgehensweisen und einer verbesserten Datenverfügbarkeit in allen Regionen Österreichs. Mehr zu Open Data Maturity Bericht oder unter Ergebnisse für Österreich

Im Open Data Maturity Report 2020 für Europa ist Österreich im Ranking wieder in die führende Gruppe der "Trend Setters" zurückgekehrt und zählt zu den besten sieben Staaten europaweit (über die EU hinausgehend).

Positiv hervorgehoben wurden die Tätigkeiten der Task Force PSI und Open Data des BMDW und die Bereitschaft der Bevölkerung und Forschung zur Unterstützung datengestützter Analysen, insbesondere angesichts der COVID-19 Pandemie. Die Wirkungen von offenen Daten werden in Österreich etwa anhand der entstandenen Anwendungen gemessen (derzeit ca. 600 via data.gv.at).

Weiterführende Informationen