Gesellschaft

Die Digitalisierung dringt in alle Lebensbereiche. Es ist daher notwendig, auf die geänderten Kommunikationsweisen zu reagieren und die digitalen Angebote der öffentlichen Verwaltung vom E-Government auf Mobile Government weiterzuentwickeln. 

Es werden Schwerpunkte gesetzt, damit alle Bürgerinnen und Bürger maximal vom digitalen Wandel profitieren können. Ein besonderes Augenmerk wird auf die digitale Bildung gelegt. Der Erweb von digitalen Kompetenzen wird unterstützt, denn es ist wichtig, die Chancen und Risiken der digitalen Welt gut abschätzen zu können.

Die Marktdurchdringung von Smartphones in Österreich ist beträchtlich. Es ist daher eine logische Konsequenz, die E-Government-Angebote möglichst flächendeckend für mobile Endgeräte anzubieten. Die Mehrzahl der digitalen Amtsservices sind mit der elektronischen Identität (Bürgerkarte/Handy-Signatur und folglich ID-Austria) nutzbar.

Digitale Kompetenz

Digitale Bildung bedeutet, neben technischen Fertigkeiten auch digitale Medien komptent und reflektiert nutzen zu können. Sie ist eine Schlüsselqualifikation für die Teilhabe an der modernen Gesellschaft. Mit Daten bewusst und verantwortungsvoll umgehen und Informationsquellen kritisch bewerten zu können, zählt heute zu den Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Verantwortungsvoller Umfang mit Technologien zeigt  fit4internet/Schritt für Schritt: Road to Digital Austria.

Digitale Kompetenz ist ein Muss auf dem Weg in die Zukunft und beinahe essenziell für das Finden einer Beschäftigung. Sie ist in Österreich weiter ausbaufähig. Zu diesem Zweck wurde auf Basis des europäischen DigComp 2.1-Referenzrahmens bereits im früheren Bundesministerium für Digitalisierung und Wirschaftsstandort (2018 bis Mitte 2022) ein digitales Kompetenzmodell "DigComp 2.2 AT" für Österreich erstellt. Es soll helfen, digitale Kompetenzen anhand von Entwicklungsstufen einzuordnen (ähnlich der Sprachkomptenzen). Darauf aufbauend können Stärken und förderbare Bereiche identifiziert werden. In Österreich wurde das europäische Referenzmodell erweitert und setzt mit dem Kompetenzlevel "0" für jene, die Digitalisierung noch als Fremdwort wahrnehmen, an. Für digitale Alltagskompetenz ist bedeutend, sich in allen sechs Kompetenzbereichen und hinsichtlich aller 25 Kompetenzen durchgehend in einem "Kompetenzband" auf den Kompetenzstufen "3" bzw. "4" zu bewegen.

Zum Einschätzen der eigenen digitalen Kompetenzen gibt es die Instrumente "CHECK" mit Selbsteinschätzungsfragen und "QUIZ" mit Wissensfragen. Es gibt kein Zeitlimit und auch keine Anmeldung. Die Tools wurden vom Verein zur Steigerung digitaler Kompetenzen fit4internet entwickelt.

Webinare: Kinder und Jugendliche durch die digitale Welt begleiten

In der digitalen Welt sind Kinder und Jugendliche auch Mobbing, ungeeigneten Inhalten und Abo-Fallen ausgesetzt. Umso wichtiger ist es, dass Eltern und erwachsene Bezugspersonen sich mit dem Thema "Kinder und Jugendliche im Internet" auseinandersetzen und ihre Schützlinge dabei begleiten können. Dazu gibt es kostenlose Webinare unter "Frag Barbara" auf saferinternet.at.

Arbeitsmarkt

Die Bedenken gegenüber der Digitalisierung beziehungsweise die Sorge um Arbeitsplätze muss ernst genommen werden. Doch die Digitalisierung schafft vor allem auch Arbeitsplätze. Neben dem Aufbau der digitalen Kompetenzen müssen auch die Berufsbilder teilweise besser an die Anforderungen der heutigen Zeit angepasst werden. Mehr dazu unter dem Bereich Wirtschaft.

Ältere Generation

Alle Menschen bei der Digitalisierung mitnehmen - von den Jüngsten bis zur älteren Generation. Smartphones, das Internet oder auch digitale Behördenwege können unser Leben erleichtern. Digitale Kompetenzen sind notwendig, um mit der rasanten Entwicklung Schritt halten zu können. Aus diesem Grund wurde in Kooperation mit dem Verein fit4internet die zehnteilige Lernvideo-Reihe "Smartphone ABC" ins Leben gerufen und unter www.digitalelebenswelten.at verfügbar gemacht. Die Umsetzung wurde unterstützt von Emporia Telekom und Education Group und bietet vereinfachte Hintergrundinformationen sowie Schritt-für-Schritt-Anleitungen für digitale Einsteigerinnen und Einsteiger, die das Smartphone besser verstehen und sicherer bedienen möchten. Zum Einlesen dient die downloadbare Broschüre "Schritt für Schritt in die digitale Welt", die auch vom österreichischen Seniorenrat genützt wird, um soviele Seniorinnen und Senioren wie möglich zu erreichen und ihnen so eine Teilhabe an der digitalen Welt zu ermöglichen.

Von E-Government zum M-Government

Mit oesterreich.gv.at und der App "Digitales Amt" besitzt die Republik Österreich eine umfassende Online-Plattform, auf der Bürgerinnen und Bürger zeit- und ortsunabhängig auf ihren Desktops oder mobilen Endgeräten Informationen abrufen sowie digitale Amtwege erledigen können. Die Inhalte des Amtshelfers help.gv.at wurden vollständig in die neue Plattform integriert. Eine portalübergreifende Volltextsuche ist möglich.

Darüber hinaus passt sich das gesamte Angebot von oesterreich.gv.at mit der aus den App-Stores kostenlos herunterladbaren App "Digitales Amt" optimal an Smartphones und Tablets an: Hier finden sich auch sämtliche derzeitigen und künftigen digitalen Amtsservices nach Lebenslagenprinzip, die mit elektronischer Identität über Face- und Touch-ID jederzeit und überall nutzbar sind. Ein Chatbot als elektronischer Verwaltungsassistent hilft bereits bei einigen Themen und wird kontinuierlich ausgebaut.

Weiterführende Informationen

Kontakt

oesterreich.gv.at-Hotline (Ortstarif): (+43) 1 711 23-884 466

oesterreich.gv.at Bürgerservice: buergerservice.oegv@brz.gv.at