Preise und Awards

Die Digitalisierungssektion kann Preise für Projekte und Ideen - meist als Staatspreis Digitalisierung -  ausschreiben, aber auch mit innovativen Projekten und Services aus dem eigenen Haus bei Wettbewerben oder Awards teilnehmen.

Staatspreis Digitalisierung

wurde 2019 erstmals als Staatspreis Digitalisierung – Vorgänger-Staatspreises Digital Solutions – als höchste Auszeichnung für hervorragende digitale Produkte, Dienste und Anwendungen in Österreich vergeben.

Staatspreis-Trophy-Digitalisierung

Der Staatspreis Digitalisierung würdigt innovative digitale Produktionen von Einzelproduzentinnen und Einzelproduzenten sowie Unternehmen und verleiht ihnen Sichtbarkeit: Er demonstriert das innovative Potenzial des Digitalsektors und betont damit auch die richtungsweisende Bedeutung Österreichs als Digitalisierungs-, Innovations- und Technologiestandort.

Der Wettbewerb ist themenoffen und umfasst das gesamte Leistungsspektrum des Digitalsektors. Die thematische Bandbreite reicht von Digital Cultural Heritage über Games, E-Mobility, E-Government, E-Health, E-Commerce bis hin zu cloudbasierten Enterprise-Services, FinTech-Lösungen etc.

Informationen zum Staatspreis Digitalisierung 2020

Der Staatspreis Digitalisierung 2020 wurde am 1. Oktober 2020 verliehen.

Wir sind stolz darauf, dass unsere Projektteams und/oder Ergebnisse unserer Arbeit ausgezeichnet werden und stellen sie auszugsweise vor.

1. Platz beim 20. eGovernment-Wettbewerb in Berlin

Sieg mit Pilotprojekt "Förderungen für Unternehmen im Unternehmensserviceportal USP mit Methoden der Künstlichen Intelligenz". "Bestes Projekt zum Einsatz innovativer Technologien und Infrastrukturen" unter allen Verwaltungen aus der DACH-Region.

Am Mittwoch, 29. September 2021, wurden auf dem Kongress "Aufbruch Verwaltung – Segel setzen und Zukunft gestalten" in Berlin unter 19 Finalisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz die Gewinner in sechs Kategorien gekürt.

Das ehemalige Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) war mit dem Pilotprojekt "Förderungen für Unternehmen im Unternehmensserviceportal USP mit Methoden der Künstlichen Intelligenz"“ in der Kategorie "Bestes Projekt zum Einsatz innovativer Technologien und Infrastrukturen" vertreten. Dabei konnte sich dieses Projekt gegen die Einreichungen "BayernApp" des Bayerischen Staatsministeriums für Digitales (2. Platz) sowie "Chatbots für die Bundesverwaltung / Gute Kooperation führt zum Ziel" vom Deutschlands ITZBund, Generalzolldirektion und Bundesministerium des Innern (3. Platz) durchsetzen. Die Evaluierungsergebnisse des Pilotprojekts bilden die Grundlage für den Einsatz der entwickelten Methoden im Produktivbetrieb des USP. Das Umsetzungsprojekt dafür ist bereits gestartet.

Wir haben in diesem Pilotprojekt den Einsatz symbolischer Programmiersprachen erprobt, um Voraussetzungen für Unternehmensförderungen in maschineninterpretierbarer Form abzubilden und automatisch zu prüfen. Die Ergebnisse dieses Projekts haben den großen potenziellen Nutzen für Unternehmen und Verwaltung optimal veranschaulicht und verständlich gemacht.

Auf Unternehmensseite beinhaltet dies insbesondere die Vereinfachung des Förderungsprozesses durch proaktive Services am USP, um Förderungen und Unternehmen einander zuzuführen. Dazu dient die mögliche Vorfilterung der für ein Unternehmen relevanten Förderungen mittels automatisierter Prüfung der Förderkriterien auf Basis der im USP verfügbaren Unternehmensdaten. Die maschinen-interpretierbare Darstellung der Förderungen liefert gleichzeitig der Verwaltung das Potenzial, die Förderlandschaft detailliert zu analysieren und so etwa Mehrfachförderungen oder Förderlücken aufzudecken. Damit wird der Förder-Dschungel gelichtet, Förderungen werden zielgerichtet an Unternehmen herangetragen. Der regelbasierte Ansatz, der in diesem Projekt gewählt wurde, um Kriterien zu formulieren, erlaubt weiterhin die Nachvollziehbarkeit und automatische Begründung von Entscheidungen.

Prof. Dr. Maria Wimmer, Dekanin an der Universität Koblenz-Landau, lobte die digitale Lösung im Sinn der Unternehmen: "Das Pilotprojekt bietet im Unternehmensserviceportal (USP) KI-basierte Funktionalitäten an, um Unternehmen effektiv bei der Suche nach verfügbaren und für sie zutreffende Fördermöglichkeiten zu unterstützen; dies basierend auf einem umfänglichen Regelwerk und dem automatisierten Abgleich der Förderbedingungen mit Unternehmensdaten aus dem USP. Der Nutzen und die Vorteile dieser Anwendung für die Unternehmen, die öffentliche Verwaltung und für die Fördergeber haben die Jury besonders überzeugt."

Die Garantie der Korrektheit und Zuverlässigkeit von Verwaltungsverfahren ist das wichtigste Ziel in der Entwicklung von eGovernment-Verfahren. Der Einsatz von Programmiersprachen, welche symbolische Verifikation und logische Analyse aller Zwischenschritte und Resultate ermöglichen, kann diese Bestrebungen maßgeblich unterstützen. In dem Pilotprojekt wurde in enger Kooperation mit dem Bundesrechenzentrum (BRZ) die symbolische Programmiersprache Lisp verwendet, die sich besonders für die rasche Entwicklung von KI-Verfahren eignet. 

Elektronische Unternehmens-Gründung international prämiert

Das ehemalige BMDW erzielte beim 17. eGovernment-Wettbewerb 2018 in Berlin mit dem Projekt "elektronische Gründung" in der Kategorie "Bestes Digitalisierungsprojekt" den dritten Platz. Der international renommierte Wettbewerb prämiert herausragende E-Government Projekte in unterschiedlichen Kategorien und ist eine begehrte Auszeichnung für eine Vielzahl an Projekten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Zukunftskongresses in Berlin im Juni 2018 statt.

Die eGründung macht sowohl die vollelektronische Gründung eines Einzelunternehmens als auch einer Ein-Personen GmbH möglich. Voraussetzung ist eine elektronische Identität. Alle notwendigen Gründungsschritte werden behördenübergreifend an einer Stelle erledigt. Da alle erforderlichen Meldungen direkt digital an die jeweiligen Behördenverfahren übergeben werden, kann die Bearbeitung viel schneller und kostengünstiger erfolgen. Aktuell können bereits über 85 Prozent aller Gründungen in Österreich vollelektronisch abgewickelt werden. Das ist europaweit ein einzigartiger Wert. Die eGründung ist damit ein wichtiger Beitrag für die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts Österreich im digitalen Zeitalter.

eAward 2018 für eGründung für Einzelunternehmen

Das Projektteam des ehemaligen Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort wurde mit dem eAward 2018 für die "Elektronische Unternehmensgründung für Einzelunternehmen" ausgezeichnet.

In Österreich wagen jährlich rund 35.000 Personen den Schritt in die Selbständigkeit und gründen ein Einzelunternehmen. Seit 31. Juli 2017 sind alle für die Gründung eines Einzelunternehmens notwendigen Behördenwege zentral am Unternehmensserviceportal (USP) verfügbar. Ziel war es, potenziellen Unternehmerinnen und Unternehmern das Gründen zu erleichtern und das Tor zur Selbständigkeit weiter aufzustoßen. Mit der eGründung sparen sich die Gründerinnen und Gründer viele Amtswege, das beschleunigt das Behördenverfahren deutlich. Es freut uns sehr, dass die hervorragende Arbeit des Projektteams mit dem eAward in der Kategorie E-Government gewürdigt wurde. Der eAward ist einer der größten IT-Wirtschaftspreise in Österreich. Im Fokus stehen Themen und Projekte, die den technologischen Wandel der Gesellschaft, der Wirtschaft und der Verwaltung besonders gut zeigen.