Verwaltung

Die Verwaltung ist ein wesentlicher Treiber der Digitalisierung. Es gilt, alle Akteure in den Prozess einzubinden, Know-how Transfer zwischen den Gebietskörperschaften sicherzustellen und eine gemeinsame Strategie auf allen Ebenen der öffentlichen Verwaltung zu erarbeiten.

Die digitale Weiterentwicklung ist ein Querschnittsthema über alle Ressorts. Um die Innovations- und Digitalisierungsthemen zwischen den Ministerien und die Mitarbeit an einer bundesweiten Innovations- und Digitalisierungsstrategie zu koordinieren, wurde in jedem Ressort ein Chief Digital Officer (CDO) ernannt. Sie sollen als das Gremium "CDO Taskforce" die Abstimmung der Digitalisierungsmaßnahmen zwischen den verschiedenen Ministerien optimieren.

Ziele der Digitalisierung auf Verwaltungsebene sind beispielweise, die Prozessautomatisierung voranzutreiben und die verwaltungsinterne Kommunikation zu forcieren. Ein wesentlicher Aspekt ist auch  Interaktionsmöglichkeiten mit Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen zu verbessern. Dabei stehen Vereinfachung und intuitive Nutzung von Verwaltungsangeboten im Vordergrund.

Behörden im Netz - Das österreichische E-Government ABC

Der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) mit dem Ziel, die Qualität und Effizient der öffentlichen Verwaltung zu stärken und zu verbessern, wird allgemein unter dem Begriff E-Government zusammengefasst.

Informationen über das österreichische E-Government, die zugrundeliegenden Werkzeuge und die Herausforderungen bietet das "E-Government ABC (PDF, 7 MB)" (nicht barrierefrei). Die Publikation wurde 2017 herausgegeben und befindet sich in Überarbeitung. Aktuelle Informationen finden sich unter Digitales Österreich und hier in diesem Bereich.

Digitale Verwaltung

Digitale Verwaltung oder E-Government beinhaltet das Vereinfachen von Arbeitsabläufen und Prozessen im Bereich der Information, Kommunikation und Transaktion innerhalb und zwischen staatlichen Institutionen sowie zwischen der Verwaltung und den Bürgerinnen und Bürgern bzw. Unternehmen durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien. Mehr unter Was bedeutet digitale Verwaltung?

oesterreich.gv.at und App "Digitales Amt"

Mit oesterreich.gv.at besitzt die Republik Österreich eine umfassende Online-Plattform, auf der Bürgerinnen und Bürger zeit- und ortsunabhängig auf ihren Desktops oder mobilen Geräten Informationen abrufen sowie digitale Amtswege erledigen können. So ist zentral eine übergreifende Volltextsuche in den Portalen Unternehmensserviceportal, Rechtsinformationssystem und data.gv.at möglich. Der komplette Datenbestand des ehemaligen Amtshelfers help.gv.at wurde in das Behördenportal oesterreich.gv.at übernommen. Und einmal über oesterreich.gv.at angemeldet, sind über Single Sign-On viele weitere Services erreichbar, wie etwa das elektronische Postfach MeinPostkorb, der Familienbonus Plus-Rechner sowie die Portale FinanzOnline, Unternehmensserviceportal, Transparenzportal sowie der e-Tresor zum Speichern wichtiger digitaler Dokumente.

Darüber hinaus passt sich das gesamte Angebot von oesterreich.gv.at mit der aus den App-Stores kostenlos herunterladbaren App "Digitales Amt" optimal an Smartphones und Tablets an: Hier finden sich auch sämtliche derzeitige und künftige digitale Amtsservices, die mit der Handy-Signatur über Face- und TouchID jederzeit und überall nutzbar sind. Dazu wurden von Bürgerinnen und Bürgern weitere wichtige Amtswege nach dem Lebenslagenprinzip identifiziert, etwa jene rund um die Geburt eines Kindes, die gebündelt als "Digitaler Babypoint" zur Verfügung stehen. Ein Chatbot hilft als elektronischer Verwaltungsassistent bereits bei einigen Themen. Er wird kontinuierlich ausgebaut.

Das gesamte Projekt oesterreich.gv.at wurde vom ehemaligen Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW, 2018 bis Mitte 2022) gemeinsam mit dem Bundesrechenzentrum (BRZ) umgesetzt. Zur Errichtung der neu digitalisierten Amtswege mussten das E-Government-Gesetz, das Meldegesetz, das Personenstandsgesetz und das Passgesetz novelliert werden. Auf technischer Seite stand die Erneuerung von Österreichs E-Government Infrastruktur mit einem einheitlichen Content Management System für den Bund, neue Authentifizierungslösungen (FaceID und TouchID) sowie der Optimierung aller Benutzeroberflächen für Smartphones an. Für den Datenschutz nach der DSGVO sorgen die bewährte Sicherheit der Handy-Signatur, die Vorbereitung auf die nächste Stufe der elektronischen Hochsicherheit, den elektronischen Identitätsnachweis ID-Austria, eine transparente Datenverarbeitung, die volle Kontrolle über die persönlichen Daten sowie das hochsichere Hosting im BRZ.

Verwaltungsprojekt Digitales Amt

Gestartet wurde das Reformprojekt mit dem Ziel, die Behördenwege der Bürgerinnen und Bürger sowie der Unternehmen möglichst vollständig digital abzubilden und anzubieten. Das Verwaltungsprojekt Digitales Amt schafft die rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen für eine in ganz Österreich durchgängige und sichere Digitalisierung der Verwaltung und vereint sowohl technische als auch organisatorische und rechtliche Sichtweisen und Prozesse. Im Vordergrund des Projektes steht ein verwaltungsträgerübergreifender Ansatz mit Einbindung aller relevanten Akteure auf Bundes-, Länder- und Gemeinde-Ebene.

Open Government Data (OGD)

Wird als Sammelbegriff für unterschiedliche Konzepte und Visionen verwendet, die sich mit einer Öffnung von Staat und Verwaltung auseinandersetzen. Open Government Data (OGD) sind jene nicht-personenbezogenen und nicht-infrastrukturkritischen Datenbestände, die im Interesse der Allgemeinheit ohne jedwede Einschränkung zur freien Nutzung, zur Verbreitung und zur Weiterverwendung frei zugänglich gemacht werden. Durch diese Nutzbarmachung wird die Entwicklung neuer Produkte und Dienste gefördert. 

data.gv.at

Der Start des österreichischen One-Stop-Open-Government-Data-Metaportals am 18. April 2012 war ein wichtiger Schritt am Weg zu einer erfolgreichen Umsetzung von Open Government Data in Österreich. Mit data.gv.at wurde ein zentraler Katalog für offene Daten in Österreich geschaffen, der es Nutzerinnen und Nutzern rasch und einfach ermöglichen soll, die gewünschten Daten über eine einzige elektronische Anlaufstelle zu finden. Über 27.000 Datensätze sind unter Einhaltung der Prinzipien von OGD veröffentlicht. Am 24. Februar 2020 ging die Anwendung "OffeneVergaben.at" als 500. Anwendung auf data.gv.at online. Rund 1.200 Menschen greifen täglich auf die Webseite zu.

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