Brexit

Informationen zu den Themen Steuern, Zoll und Finanzdienstleistungen.

Das Vereinigte Königreich hat am 29. März 2017 notifiziert, aus der EU austreten zu wollen. Um für den EU-Austritt vorbereitet zu sein und diesen so reibungslos wie möglich zu gestalten, haben die EU und das Vereinigte Königreich ein „Austrittsabkommen“ sowie eine politische Erklärung über das künftige Verhältnis ausverhandelt. 

Das Austrittsabkommen wurde vom britischen Parlament abgelehnt, weshalb die Frist für den EU-Austritt zuletzt bis 31. Oktober 2019 verlängert wurde.

Die Verhandlungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich führten im Anschluss zu einer Anpassung des Austrittsabkommens und der politischen Erklärung über das künftige Verhältnis. Der Europäische Rat billigte dieses Verhandlungsergebnis im Grundsatz, der Rat stimmte dem Antrag des Vereinigten Königreichs auf Verschiebung des Austrittsdatums grundsätzlich zu.

Der EU-Austritt des Vereinigten Königreichs soll am 1. Tag des Monats nach vollständiger Ratifikation des Austrittsabkommens in der EU und im Vereinigten Königreich erfolgen, spätestens jedoch am 1. Februar 2020.

Damit kann ein geregelter Brexit am 1. Dezember 2019, 1. Jänner oder 1. Februar 2020 erfolgen.

Geregelter EU-Austritt / deal

Wird das Austrittsabkommen ratifiziert, würde das Vereinigte Königreich während der „Übergangsphase“ bis Ende 2020 im Wesentlichen wie ein EU-Mitgliedstaat behandelt werden. Im Wirkungsbereich des BMF sind damit vorerst keine wesentlichen Änderungen für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen zu erwarten.
Im Anschluss soll das Inkrafttreten eines Abkommens über das künftige Verhältnis bis 1. Jänner 2021 ermöglicht werden, eine Verlängerung der Übergangsphase wäre möglich.

Ungeregelter EU-Austritt / no deal

Ohne Annahme des Austrittsabkommens im britischen Parlament, der Rücknahme des Austrittsgesuchs oder eine abermalige Verschiebung des Austrittstermins würde das Vereinigte Königreich per 1. Februar 2020 aus der EU austreten – jedoch ohne „Übergangsphase“ und andere Regelungen.

Dies bedeutet, dass das Vereinigte Königreich dann als Drittstaat zu behandeln ist. Damit geht eine Reihe von Änderungen im Wirkungsbereich des Bundesministeriums für Finanzen einher – dies betrifft v.a. die Bereiche Zoll, Steuern und Finanzdienstleistungen.

Weiterführende Informationen

Der Rat der EU hat auf einer Website alle Verhandlungsschritte und Dokumente zur Verfügung gestellt. Die Europäische Kommission hat außerdem eine Website eingerichtet, auf der Brexit-relevante Informationen wie zum Beispiel legislative Initiativen zur Vorbereitung auf einen ungeregelten Brexit sowie Fact sheets zu den unterschiedlichen Themenbereichen, die vom Brexit betroffen sind, zu finden sind.

Das Bundesministerium für Finanzen hat Informationen zum Thema ungeregelter Brexit für folgende Bereiche zusammengestellt:

Kontakte

Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrung auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu.

Weitere Informationen