Finanzpolizei nimmt 14 Schwarzarbeiter fest

Bei Kontrolle gefälschte Reisepässe entdeckt

Am Fronleichnamstag fand eine Erstkontrolle auf einer großen Baustelle im 22. Wiener Gemeindebezirk statt. Im Rahmen dieser Routinekontrolle durch die Finanzpolizei wurden zwei illegal beschäftigte serbische Arbeiter mit gefälschten Dokumenten beim Einbringen der Fußbodenheizung angetroffen. Von der Finanzpolizei wurde daraufhin sofort das Bundesamt für Fremden und Asylwesen (BFA) informiert, das für beide ein Aufenthalts und Einreiseverbot mit Schubhaft verhängt hat. 

Die Nachkontrolle am darauf folgenden Tag hat bei einem anderen Gewerk, nämlich der Armierungseisenverlegung, ebenfalls eine illegal beschäftigte Person ergeben.

Diese Kontrollen haben auch den Generalunternehmer hellhörig werden lassen, der nach diesen Aufgriffen sämtliche Reisedokumente der Subfirmen überprüfen ließ und die Verdachtsfälle an die Finanzpolizei meldete: Bei zwei weiteren Baustellen in Wien wäre ein Subunternehmer tätig, dessen Dienstnehmer mit fragwürdigen slowenischen Reisedokumenten ausgestattet wären.

Die Finanzpolizei kontrollierte diese zwei Bauvorhaben umgehend und konnte feststellen, dass nicht nur die 6 Arbeiter mit gefälschten Dokumenten illegal in Österreich sind, sondern alle 14 (!) Arbeitnehmer der Firma, die bei der WGKK zur Sozialversicherung angemeldet waren, sich unrechtmäßig im Bundesgebiet aufhalten und einer illegalen Beschäftigung nachgehen. Sämtliche Reisedokumente aus Slowenien waren Totalfälschungen. 

Das Bundesamt für Fremden- und Asylwesen hat über alle Arbeiter ein Aufenthalts- und Einreiseverbot verhängt. Da es sich hier um eine gerichtlich strafbare Handlung handelt, droht dem Beschuldigten eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zwei Jahren. Zusätzlich stellt die Beschäftigung von mehr als 10 illegal aufhältigen Dienstnehmern eine gerichtliche Straftat gem. § 28c Ausländerbeschäftigungsgesetz dar und ist mit bis zu 2 Jahren Freiheitsstrafe zu ahnden.
Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen, auch hinsichtlich des Verdachts auf Abgabenhinterziehung wird weiter ermittelt. 

Die Finanzpolizei konnte in den letzten Monaten beobachten, dass ein sprunghafter Anstieg von Personen mit gefälschten Dokumenten zu verzeichnen ist. Finanzpolizeichef Wilfried Lehner kündigt daher weitere Schwerpunktkontrollen im Baubereich an: „Wir werden in den nächsten Monaten verstärkt im Baubereich und hier verstärkt in den Hochrisikobereichen kontrollieren. Schwarzarbeit und Lohndumping schaden der redlichen Wirtschaft und führen zu massiven Wettbewerbsverzerrungen.“ 

12. Juli 2019

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