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Ageing Report 2018

Auf EU-Ebene werden alle drei Jahre im Rahmen des „Ageing Reports“ (AR) Langfristprojektionen altersabhängiger Ausgaben (Pensionen, Gesundheit, Pflege, Bildung und Arbeitslosenhilfen) erstellt. Der AR 2018 wurde am 25. Mai 2018 veröffentlicht.

Die Projektionen (2016 bis 2070) basieren auf Demographieprojektionen von EUROSTAT (in Zusammenarbeit mit den nationalen Statistikbehörden) und auf harmonisierten makroökonomischen Annahmen für jeden EU-Mitgliedsstaat sowie Norwegen. Während die Projektionen für Gesundheit, Pflege, Bildung und Arbeitslosenhilfen von der Europäischen Kommission (EK) erstellt werden (in Abstimmung mit nationalen Experten), werden die Projektionen zu den Pensionsausgaben von den Mitgliedsstaaten selbst vorgenommen. Das BMF hat die Pensionsprojektionen in Kooperation mit dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (BMASGK) sowie Statistik Österreich erstellt.

Die Demographieprojektionen von EUROSTAT ergeben für Österreich einen Zuwachs der Gesamtbevölkerung von etwa 8,7 Mio. (2016) auf rund 10,2 Mio. bis 2070. Aufgrund der Baby-Boom-Generation, die in der Projektionsperiode das Pensionsalter erreichen wird und durch die steigende Lebenserwartung zeigt sich eine beinahe Verdopplung des Altersabhängigkeitsquotienten (Anzahl der Personen, die 65 Jahre und älter sind, in Bezug auf die Personen im Alter zwischen 15-64 Jahren) von 27,6% (2016) auf 54,4% (2070).

Der erwartete Anstieg der Erwerbsquoten in den Beschäftigungsprojektionen ist auf die steigende Erwerbstätigkeit von Frauen und Älteren zurückzuführen. Die gesamte Erwerbsquote (für die Alterskohorte 15-64) steigt um 3,1 Prozentpunkte von 71,6% (2016) auf 74,7% bis 2070 an.

Die Pensionsausgaben werden laut den Projektionsergebnissen bis 2070 um 0,5 Prozentpunkte auf 14,3% des BIP ansteigen. Die größte Ausgabendynamik ist zukünftig jedoch in den Bereichen Pflege und Gesundheit zu erwarten. Hier wird ein Anstieg der Ausgaben um 1,9 Prozentpunkte auf 3,8% des BIP bzw. um 1,3 Prozentpunkte auf 8,3% des BIP prognostiziert. Die Ausgaben für Bildung dürften mit 4,9% des BIP weitgehend stabil bleiben. Bei den Kosten für Arbeitslosenhilfen wird sogar von einem leichten Rückgang auf 0,7% des BIP (-0,2 Prozentpunkte) ausgegangen.

Dies bedeutet einen Anstieg der gesamten altersabhängigen Ausgaben bis 2070 um 3,6 Prozentpunkte auf 32,1% des BIP.

Links:

The EPC's Working Group on Ageing Populations and Sustainability (AWG)

The 2018 Ageing Report: Economic and Budgetary Projections for the EU Member States (2016-2070)

The 2018 Ageing Report: Underlying Assumptions and Projection Methodologies