Zollrechtliche Bestimmung

Spätestens zum Ablauf der Verwahrungsfrist sind die Nichtgemeinschaftswaren einer der folgenden zoll­recht­lichen Bestimmung zuzuführen (Art. 49 ZK).

Zollrechtliche Bestimmungen der Waren (Art. 4 Nr. 15 ZK)

Überführung in ein Zollverfahren

  • Zollrechtlich freier Verkehr (mit Entrichtung aller Abgaben)
  • Versandverfahren (Beförderung von Nichtgemeinschaftswaren unter Zollauf­sicht ohne Abga­benentrichtung jedoch mit Sicherheitsleistung)
  • Zolllagerverfahren (Lagerung von Nichtgemeinschaftswaren)
  • Aktive Veredelung (Be-/Verarbeitung von Nichtgemeinschaftswaren in der Ge­meinschaft unter Zollaufsicht)
    • Nichterhebungsverfahren (ohne Abgabenentrichtung jedoch mit Sicherheits­leistung)
    • Rückvergütungsverfahren (mit Abgabenentrichtung und Rückvergütung dersel­ben erst nach erfolgter Wiederausfuhr)
  • Umwandlungsverfahren (Be-/Verarbeitung zu Waren mit niedrigerer Abgabenbe­lastung)
  • Vorübergehende Verwendung (vorübergehendes Verbringen in das Zollgebiet ohne Abgabenentrichtung jedoch mit Sicherheitsleistung)
  • Passive Veredelung (Be-/Verarbeitung von Gemeinschaftswaren außerhalb der Ge­meinschaft unter Zollaufsicht)
  • Ausfuhr (endgültiges Verbringen von Gemeinschaftswaren ins Drittland)

Verbringung in eine Freizone oder ein Freilager

Wiederausfuhr 

(nach vorübergehender Einfuhr zB Zolllager, aktive Veredelung)

Vernichtung oder Zerstörung

(Überreste aus Zerstörung müssen eine zollrechtliche Bestimmung erhalten)

Aufgabe zugunsten der Staatskasse