Polizei und Finanzpolizei heben illegales Pokerspiel in Wien aus

Anfang Oktober wurde die Rufbereitschaft der Finanzpolizei im Amt für Betrugsbekämpfung von der Polizei zu einem Einsatz in einer Privatwohnung im 15. Wiener Gemeindebezirk angefordert. Ausgangspunkt war die Anzeige eines Pokerspielers, der angab, bei einem dort veranstalteten Pokerspiel geprellt worden zu sein.

Die Polizei befand sich bereits vor dem Gebäude und zog zusätzlich eine Bereitschaftseinheit bei. Diese dokumentierte die Spielsituation und führte die Identitätsfeststellungen der anwesenden Personen durch. Beim Eintreffen der Finanzpolizei befanden sich neun Personen in der Wohnung. Sechs davon nahmen aktiv an einem Pokerspiel teil. Der der Finanzpolizei bereits amtsbekannte Wohnungsmieter war nicht anwesend.

Die Finanzpolizei beschlagnahmte den Pokertisch, die Spielkarten und die Jetons vorläufig. Der Abtransport der beschlagnahmten Gegenstände erfolgte durch die Logistikabteilung der Landespolizeidirektion Wien.

Die Finanzpolizei leitet ein Beschlagnahmeverfahren ein und beantragt ein Verwaltungsstrafverfahren gegen den Veranstalter. Ihm droht eine Verwaltungsstrafe von bis zu 30.000 Euro.

Darüber hinaus erstattete die Polizei jeweils eine Anzeige nach dem Meldegesetz und nach dem Suchtmittelgesetz wegen eines Cannabisfundes.

„Diese absolut professionelle Zusammenarbeit von Polizei und Finanzpolizei bei der Bekämpfung des illegalen Glücksspiels lässt den Hintermännern kaum Spielraum und schafft Präventionswirkung“, freut sich Bereichsleiter Wilfried Lehner über den gemeinsamen Erfolg.

Fotos