Wolfram

Das Schwermetall Wolfram (W) gehört in Österreich zu den bergfreien mineralischen Rohstoffen.

Von allen chemischen Elementen besitzt Wolfram den höchsten Schmelz- und Siedepunkt, weshalb es historisch vor allem als Glühstrang in Glühbirnen verwendet wurde. Heute kommt es als Hightech-Komponente in der Werkzeug-, Automobil-, Luftfahrt-, Energie-, Elektronik- und Bergbauindustrie zur Anwendung. Früher wurde Wolfram, aufgrund der ähnlich hohen Dichte wie Gold, zur Fälschung von Goldbarren verwendet. Aufgrund seiner relativen Seltenheit, ist Wolfram jedoch fast so teuer wie Gold, und nur unzureichend als Ersatz geeignet.

Im Felbertal, Salzburg, befindet sich eines der größten Wolframvorkommen der westlichen Welt. Das Scheelit (karbonatisches Wolframerz, CaWO4)-Vorkommen wurde 1967 entdeckt und wird seit 1975 untertägig abgebaut. Mit einer Produktion von circa 896 t reinem Wolfram-Metall (im Konzentrat) ist Österreich im Jahr 2020 der sechstgrößte Wolframproduzent weltweit. Eine Besonderheit des Scheelits ist, dass das unter Tageslicht weiß erscheinende Mineral unter der Bestrahlung mit UV-Licht fluoresziert (siehe Bild).

Wolfram zählt laut Europäischer Kommission zu den „kritischen Rohstoffen“. Unter kritischen Rohstoffen versteht man wirtschaftlich wichtige Rohstoffe, bei denen es in Europa potentiell zu Versorgungsengpässen kommen kann. Auch wird Wolfram als „Konfliktmineral“ kategorisiert. Nähere Informationen finden Sie unter Konfliktminerale.

Die aktuellen Produktionsdaten für Österreich und die Welt können aus dem österreichischen Montan-Handbuch (PDF, 4 MB) sowie der internationalen Rohstoffstatistik WORLD MINING DATA entnommen werden.