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Zoll im Rahmen der Betrugsbekämpfung

Zoll im Rahmen der Betrugsbekämpfung

Trotz der offenen Grenzen ist der österreichische Zoll weiterhin mit zahlreichen Tätigkeiten befasst, die nicht nur dem Schutz der Bevölkerung und der Wirtschaft dienen. Als Abgabenverwaltung ist der Zoll unter anderem zuständig für die Einhebung der Zölle, der Verbrauchsteuern, des Altlastenbeitrages und die Überwachung von Verboten und Beschränkungen.

Zollfahndung (ZOFA) 

In jedem der neun Zollämter in Österreich gibt es Zollfahndungsteams (ZOFA), deren Hauptaufgabe die Bekämpfung des Schmuggels und der damit verbundenen Vollziehung des Finanzstrafgesetzes ist.

Die Schwerpunkte der Ermittlungen liegen im Bereich des Zigarettenschmuggels auf nationaler und internationaler Ebene. Da der Zigarettenschmuggel insbesondere der Fälschungen ein europaweites Problem darstellt, ist eine internationale Zusammenarbeit mit der Europäischen Union insbesondere dem Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF-Office européen de lutte anti-fraude) unerlässlich. Gemeinsame Ermittlungen mit Zollfahndungen anderer Mitgliedsstaaten führten in der Vergangenheit zur Aufdeckung und gerichtlichen Verurteilung von vielen Tätergruppierungen, die länderübergreifend tätig waren. 

Ein eigenes Zollfahndungsteam, das Team Internet und Cybercrime mit entsprechender IT-Ausrüstung, beschäftigt sich mit der Bekämpfung des Betrugs im Internet mit all seinen Facetten. Dazu zählen auch die Sicherstellung von Beweisen und die Wiederherstellung von gelöschten Daten auf Computern. Markbeobachtung hinsichtlich aktueller Trends des elektronischen Geschäftsverkehrs (insbesondere des Versandhandels) und der operativen Internetermittlung als auch die Täteridentifikation gehören zur Tätigkeit dieser Spezialisten.

Operative Zollaufsicht (OZA) 

Tausende Verkehrsmittel befördern täglich Personen und Waren nach, durch und innerhalb von Österreich und der gesamten Europäischen Union. Der Wegfall der Zollkontrollen unmittelbar an den Grenzen zu den neuen Mitgliedstaaten, die nicht harmonisierten Verbrauchsteuersätze, die unterschiedlichen Regelungen der Verbote und Beschränkungen hinsichtlich des Besitzes, der Verbringung oder der Verwendung von Waren im Verkehr über die Grenzen erfordern besondere Strategien für einen risikogerechten Einsatz mobiler Überwachungs- und Kontrollmaßnahmen.

Diese Tätigkeit wird durch entsprechend geschulte Bedienstete (operative Zollaufsicht), mit nach außen hin erkennbarer Bekleidung und teilweise bewaffnet, durchgeführt. Den Bediensteten der Operativen Zollaufsicht obliegt die Erarbeitung von Risikoanalysen und Risikoprofilen aufgrund eigener Erfahrungswerte und auch nationaler sowie internationaler Trends. 

Betriebsprüfung Zoll

Betriebsprüferinnen und Betriebsprüfer gewährleisten durch ihre Tätigkeit die Gleichmäßigkeit der Besteuerung und stellen das Abgabenaufkommen für den Staat sicher. Damit wird ein wichtiger Beitrag zu fairen Wettbewerbsverhältnissen und zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Österreich geleistet. Sie prüfen aufgrund der buchhalterischen Unterlagen die Einhaltung der rechtlichen Normen und deren Übereinstimmung mit wirtschaftlichen Vorgängen.

Mobile Röntgenfahrzeuge

Schmuggelorganisationen verfügen über einen großen Reichtum an Ideen, wenn es darum geht, illegale Waren nach Österreich oder in die EU zu schmuggeln. Kontrollen von ganzen LKW Ladungen, Containern, Gepäck von Passagieren in Reisebussen oder Postsendungen sind immer sehr personal- und zeitintensiv und erfordern auch eine entsprechende Infrastruktur (Kontrollhallen etc.).

Wie viele andere Zollverwaltungen setzt Österreich daher schon seit mehreren Jahren zwei mobile LKW/Container Scanner und ein Röntgenfahrzeug ein, um mit einem minimalen Personalaufwand größtmögliche Erfolge erzielen zu können.

Mit dem Röntgenfahrzeug wird das Gepäck von Reisenden, Reservereifen von Kraftfahrzeugen, Flug- und Postsendungen bis zu einer Größe von 100 x 100 cm geprüft. Im Bedienerraum stehen dem Operator zwei Bildschirme zur Verfügung, die es ermöglichen, unterschiedliche Bilddarstellungen durchzuführen, um eine exakte Auswertung hinsichtlich des Inhaltes des kontrollierten Objektes zu erzielen.

Zu den Highlights bei den Erfolgen zählen, Drogen und Zigaretten in doppelten Kofferböden, Zigaretten in Feuerlöschern, als Isoliermaterial in Kühlboxen, in Lebensmittel- und Tetra Pack Boxen, in Lautsprechern usw.

Film Röntgenfahrzeuge

Diensthunde

Diensthunde werden in der österreichischen Zollverwaltung schon seit mehreren Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt. Vor dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union 1995 und bis zur Ost-Erweiterung im Jahr 2004 wurden Diensthunde größtenteils als Schutzhunde und Drogenspürhunde ausgebildet. In den westlichen und südlichen Bundesländern wurden die vierbeinigen Gefährten auch zu Lawinensuchhunden geschult und bei Katastrophen erfolgreich eingesetzt.

Die meisten Hunde haben eine kombinierte Ausbildung hinsichtlich Zigaretten/Drogen oder Bargeld/Drogen. Als einzige „Spezialisten“ wirken die Artenschutzspürhunde die auf mehr als 20 verschiedene Gerüche konditioniert werden. Diensthunde, die bei mobilen Einheiten im gesamten Bundesgebiet stationiert sind, werden bei Kontrollen als Spürhunde eingesetzt. Als bedeutsamen Faktor werden diese Hunde zusätzlich noch für die Sicherungsfunktion des gesamten Kontrollteams auf Schutzdienst trainiert.

Film Diensthunde