Garantien im Rahmen der Covid-Krise

90% Garantieprodukt

  • Zur Deckung des kurzfristigen Liquiditätsbedarfs von Unternehmen aufgrund der Coronavirus-Krise werden bundesbesicherte Betriebsmittelkredite vergeben
  • Anträge werden mit der Hausbank, die dann für KMUs das aws und für Großunternehmen die OeKB einschaltet, gestellt. Antragsentscheidung erfolgt durch die COFAG.
  • Quote 90%
  • Unternehmen darf sich – mit Ausnahme der kleinen und der Kleinstunternehmen (KMU-FG) gemäß EU-Beihilfenrecht – am 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten befunden haben (beihilferechtliche Definition)
  • Maximale Garantielaufzeit beträgt 5 Jahre, Verlängerung auf Antrag möglich
  • Maximale Zinssatzobergrenze 1% p.a. fix, Garantieentgelt 0,25-2%/Jahr (Beihilferecht)
  • Kreditbetrag darf nicht höher sein als (Beihilferecht):
    • die doppelte jährliche Lohn- und Gehaltssumme
    • 25% des Gesamtumsatzes; oder
    • in angemessen begründeten Fällen Liquiditätsbedarf für die kommenden 18 Monate bei KMU

100% Garantieprodukt

  • Garantiequote: 100% ohne Sicherheiten (analog dem Schweizer Modell)
  • Haftungslaufzeit: 5 Jahre
  • In den ersten zwei Jahren cap von 0 % p.a. fix., dann 3-Monats-Euribor plus 75 Basispunkte
  • Kreditobergrenze: max. 500.000 €
  • Tilgungsbeginn nicht vor 1.1.2021
  • Keine Garantieentgelte
  • „Unternehmen in Schwierigkeiten“ (vor der Krise) nicht möglich (Beihilferecht)
  • Finanzierende Bank bestätigt die wesentlichen Bedingungen (taxative Aufzählung der wesentlichen Bedingungen in der RL), Aws nimmt automatisierte Prüfung vor, COFAG stellt Garantie aus, Hausbank zahlt aus

Alle relevanten Richtlinien (KMU-FG, Garantiegesetz, Verordnung ABBAG-G) hier zum Download: