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Steuersatz

BMF NoVA Rechner

Ab 1. Jänner 2020 und 1. Oktober 2020 wird bei der Normverbrauchsabgabe (NoVA) und bei der motorbezogenen Versicherungssteuer der CO2-Ausstoß eines Kraftfahrzeuges stärker gewichtet. Mit Hilfe des neuen NoVA-Rechners können Sie die steuerlichen Auswirkungen (Rechtslage ab 1. Jänner 2020) schon vor dem Kauf eines Kraftfahrzeuges ermitteln.

Rechtslage ab dem ab dem 1. Jänner 2020

Motorräder

Grundlage der Berechnung ist der CO2-Emissionswert in Gramm CO2/km nach WMTC (World Motorcycle Test Cycle) abzüglich 55 Gramm. Dieser Wert ist durch vier zu teilen. Das gerundete Ergebnis ist der Steuersatz der zur Berechnung der NoVA herangezogen wird. Der Höchststeuersatz beträgt 20%. Hat ein Fahrzeug einen höheren CO2-Ausstoß als 150 g/km, erhöht sich die Steuer für den, die Grenze von 150 g/km übersteigenden CO2-Ausstoß um 20 Euro je Gramm CO2/km.

Bei einem Hubraum von nicht mehr als 125 Kubikzentimeter beträgt der Steuersatz 0%.

Personenkraftwagen

Grundlage der Berechnung ist der CO2-Emissionswert in Gramm CO2/km nach WLTP (Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure ) abzüglich 115 Gramm. Dieser Wert ist durch fünf zu teilen. Das gerundete Ergebnis ist der Steuersatz der zur Berechnung der NoVA herangezogen wird. Der Höchststeuersatz beträgt 32%. Hat ein Fahrzeug einen höheren CO2-Ausstoß als 275 g/km, erhöht sich die Steuer für den, die Grenze von 275 g/km übersteigenden CO2-Ausstoß um 40 Euro je Gramm CO2/km. Der Steuerbetrag ist um einen Abzugsposten von 350 Euro zu kürzen. Zusammengefasst ist folgende Formel zur Ermittlung des Steuersatzes ist anzuwenden:

(CO2-Emissionswert in Gramm je Kilometer minus 115 Gramm) dividiert durch fünf (plus 40 Euro je Gramm CO2 über 275g/km) minus 350.

Wohnmobile der Aufbauart "SA"

Es kann der CO2-Emissionswert, der der Berechnung des Steuersatzes für Personenkraftwagen zugrunde liegt, wahlweise mit dem Zweifachen der Nennleistung des Verbrennungsmotors in Kilowatt angenommen werden. Der Mindeststeuersatz beträgt in diesem Fall 16%.

Rechtslage vor dem 1. Jänner 2020

Motorräder

Hubraum in Kubikzentimeter minus 100 mal 2% = Steuersatz in % (kaufmännisch auf volle Prozent zu runden)

Der Höchststeuersatz beträgt 20%.

Bei einem Hubraum von nicht mehr als 125 Kubikzentimeter beträgt der Steuersatz 0%.

Personenkraftwagen

Grundlage der Berechnung ist der CO2-Emissionswert in Gramm CO2/km nach NEFZ (Neuer europäischer Fahrzyklus) abzüglich 90 Gramm. Dieser Wert ist durch fünf zu teilen. Das gerundete Ergebnis ist der Steuersatz der zur Berechnung der NoVA herangezogen wird. Der Höchststeuersatz beträgt 32%. Hat ein Fahrzeug einen höheren CO2-Ausstoß als 250 g/km, erhöht sich die Steuer für den, die Grenze von 250 g/km übersteigenden CO2-Ausstoß um 20 Euro je Gramm CO2/km. Für die Jahre 2014, 2015 und 2016 kommen weiters Abzugsposten gemäß § 6 Abs. 3 NoVAG 1991 zum Tragen. Zusammengefasst ist folgende Formel zur Ermittlung des Steuersatzes ist anzuwenden:

(CO2-Emissionswert in Gramm je Kilometer minus 90 Gramm) dividiert durch fünf (plus 20 Euro je Gramm CO2 über 250g/km) minus entsprechenden Abzugsposten.

Abzugsposten:

  • 2014
    für dieselgetriebene Personenkraftwagen 350 Euro, für andere Personenkraftwagen 450 Euro
  • 2015
    für alle Personenkraftwagen 400 Euro
  • ab 2016
    für alle Personenkraftwagen 300 Euro

Förderung alternativer Antriebsmotoren 

Die Förderung alternativer, umweltfreundlicher Antriebsmotoren, wie Hybridmotoren, Erdgas- und Biogasmotoren, Flüssiggasmotoren, die unter Verwendung von Kraftstoff der Spezifikation E 85, von Methan in Form von Erdgas/Biogas, Flüssiggas oder Wasserstoff betrieben werden, wurde auf 600 Euro erhöht und wurde bis zum Ablauf des 31. Dezember 2015 gewährt.

Rechtslage vor dem 1. März 2014

Gebrauchtwagenimporte

Bei Gebrauchtfahrzeugen (Inbetriebnahme vor über 6 Monaten und mehr als 6000 km gefahren), die unmittelbar aus dem übrigen Gemeinschaftsgebiet in das Inland gebracht worden sind, ist das EuGH-Urteil C-402/09 (Ioan Tatu) zu beachten, wonach ein Mitgliedstaat keine Steuer einheben darf, die die Inbetriebnahme von in anderen Mitgliedstaaten erworbenen Gebrauchtfahrzeugen erschwert, und ebenso keine Erschwerung des Erwerbs von solchen Gebrauchtfahrzeugen vergleichbaren Alters und Zustands auf dem inländischen Markt vorliegen darf. Die Steuer ist in der Höhe zu bemessen, die im Zeitpunkt der erstmaligen Zulassung des Fahrzeuges in der Europäischen Union im Inland anzuwenden gewesen wäre, wobei für die Bonus-Malus-Berechnung die Wertentwicklung des Fahrzeugs zu berücksichtigen ist. Ab dem 1. März 2014 sind Gebrauchtfahrzeuge aus anderen Mitgliedstaaten (anteilig) so zu besteuern wie ein gleich altes inländisches Gebrauchtfahrzeug besteuert worden wäre. Betreffend Gebrauchtfahrzeuge aus dem Drittland gilt, dass der Wert des Fahrzeugs zum Zeitpunkt der Überführung in das Inland ausschlaggebend ist.

Berechnung der NoVA vor dem 1. März 2014

Leasingfahrzeuge/Tageszulassungen

Hier werden die Regelungen für Fahrzeuge beschrieben, bei denen im unmittelbar folgenden Rechtsgeschäft die NoVA in die Bemessungsgrundlage der Umsatzsteuer eingeht (§ 6 Abs. 7 NoVAG).
Im Falle des grenzüberschreitenden Leasings unterliegen Leasingfahrzeuge ebenfalls der NoVA, selbst wenn die Leasinggesellschaft ihre Niederlassung im Ausland hat. Entscheidend für die Steuerschuldentstehung ist daher der Ort der Verwendung des Fahrzeuges und nicht der Standort der Leasinggesellschaft. Die NoVA ist bei der Lieferung des Leasingfahrzeugs durch den Fahrzeughändler an die Leasinggesellschaft nicht in der Bemessungsgrundlage der Umsatzsteuer enthalten. Anschließend werden die Leasingraten jedoch zur Gänze der Umsatzsteuer unterworfen, daher gebührt die Rückervergütung in Höhe von 16,67% der vom Fahrzeughändler in Rechnung gestellten NoVA der Leasinggesellschaft.

Ebenso trifft diese Regelung bei der Tageszulassung zu. Wird das Fahrzeug anlässlich der Zulassung durch den Fahrzeughändler besteuert, ist die NoVA vom „Gemeinen Wert“ ohne Umsatzsteuer zu entrichten; anlässlich der nachfolgenden Veräußerung des Fahrzeuges an den Kunden, die zur Gänze der Umsatzsteuer unterliegt, hat der Fahrzeughändler gegenüber dem Finanzamt einen Anspruch auf 16,67% der bezahlten NoVA.

Letzte Aktualisierung: 1. Januar 2020